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mit der Großwärmepumpe Spittelau

In der Müll­ver­bren­nungs­an­lage Spit­telau hat Wien Ener­gie eine neue Groß­wärme­pumpe in Be­trieb ge­nom­men. Sie ist die drit­te ihrer Art in Wien und mit einer ther­mi­schen Leis­tung von 16 Mega­watt und einem Ge­wicht von 120 Ton­nen ist sie auch die größte.
Das Besondere ist, dass jede Energie, die im Haus­müll steckt, vor Ort nahe­zu ver­lust­frei wie­der zu Ener­gie wird. Die An­lage nutzt die Ab­wärme aus der Rauch­gas­rei­ni­gung der Müll­ver­bren­nung und wan­delt sie mit­hil­fe von Öko­strom in nutz­bare Fern­wärme um. Da­durch kann die in der Spit­tel­au ent­ste­hende Ener­gie nun drei­fach ge­nutzt wer­den: zur Strom­er­zeu­gung, zur Fern­wärme­ge­win­nung und zu­sätz­lich über die neue Groß­wärme­pumpe. Mit die­ser Er­wei­te­rung steigt die Ef­fi­zienz des Stand­orts um 13 Pro­zent auf über 95 Pro­zent, wo­mit die Spit­tel­au zu den ef­fi­zien­tes­ten Müll­ver­bren­nungs­an­la­gen Mit­tel­euro­pas zählt. Ins­ge­samt kön­nen rund 16.000 Wie­ner Haus­halte mit Heiz­wärme und Warm­was­ser ver­sorgt wer­den. Stadt­rätin Ulli Sima: „Damit ist die Spit­tel­au nicht nur schön an­zu­se­hen, son­dern auch ein echtes Tech­nik-Wun­der.“ In Sum­me wur­den etwa 40 Mil­lio­nen Euro in das Pro­jekt in­ves­tiert, das jähr­lich etwa 22.000 Ton­nen CO₂ ein­spart. Lang­fris­tig soll der An­teil der Fern­wärme am ge­sam­ten Wärme­be­darf Wiens deut­lich stei­gen. Neben Groß­wärme­pum­pen spie­len da­bei auch Ab­wärme aus In­dus­trie und Infra­struk­tur, Tie­fen­geo­ther­mie so­wie er­neu­er­bare Kraft-Wärme-Kopp­lung eine zen­trale Rolle.

Posted by Wilfried Allé Friday, January 30, 2026 9:16:00 AM
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