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25.02.2026, SPÖ-Parlamentsklub

Der National­rat be­kämpft mit neuen Re­geln die läs­ti­ge Praxis der Shrink­fla­tion. Mit Kenn­zeich­nungs­pflich­ten und deut­lich ver­schärf­ten Stra­fen setzt die SPÖ ein star­kes Zei­chen für mehr Trans­pa­renz und Fair­ness im Han­del: „Die Packung selbst schaut gleich aus, der Preis ist gleich – aber es ist weni­ger drin. Das ist Shirnk­fla­tion, eine ver­steckte Preis­er­hö­hung. Mit dem neuen Ge­setz schie­ben wir der Shrink­fla­tion einen Rie­gel vor“, sagte stv. Klub­vor­sit­zende Julia Herr (SPÖ) im Natio­nalrat.

Nach Jahren hoher Teue­rung liegt die In­fla­tion dank un­se­rer Ein­grif­fe bei Ener­gie und Mie­ten nun bei zwei Pro­zent. „Die SPÖ ist der Mo­tor im Kampf ge­gen die Teue­rung“, be­ton­te Herr im Natio­nal­rat. Und unser Ein­satz geht wei­ter: Mit dem Anti-Shrink­fla­tion-Ge­setz sor­gen wir da­für, dass Kon­su­ment­*innen bei Mogel­packung­en trans­pa­rent in­for­miert wer­den und Kon­zerne für Preis­tricks zur Rechen­schaft ge­zo­gen wer­den. „Preis­tran­spa­renz führt zu sin­ken­den Prei­sen. Die­ses Ge­setz wird die In­fla­tion wei­ter sen­ken“, sagte Herr.

Transparente Kenn­zeich­nung statt ver­steckte Preis­tricks

Konkret wird der Handel ab April 2026 ver­pflich­tet, trans­pa­rent auf Shrink­fla­tion hin­zu­wei­sen. Be­trof­fen sind große Unter­neh­men des Le­bens­mit­tel- und Dro­gerie­ein­zel­han­dels. Wenn In­halt oder Stück­zahl re­du­ziert wer­den, muss dies für Kon­su­ment­*innen deut­lich sicht­bar ge­macht wer­den – di­rekt am Pro­dukt, am Re­gal oder durch ein In­for­ma­tions­schild. Zu­sätz­lich wer­den die Stra­fen bei Ver­stö­ßen deut­lich ver­schärft: Han­dels­kon­zerne müs­sen künf­tig mit bis zu zehn­mal hö­he­ren Geld­stra­fen rech­nen. „Wir schie­ben Mogel­packun­gen ei­nen Rie­gel vor: Shrink­fla­tion muss ab jetzt ge­kenn­zeich­net wer­den. Und wir be­schlie­ßen em­pfind­liche Stra­fen für alle, die sich nicht dran­hal­ten“, sagte Herr.

SPÖ bekämpft unfairen „Österreich-Aufschlag“

Kritik übte Herr an der FPÖ, die wieder ein­mal ge­gen ein in­fla­tions­sen­ken­des Ges­etz stimmt mit der Be­haup­tung, die­ses sei ein „Büro­kra­tie­mons­ter“. Da­bei setze die Han­dels­ket­te „Billa“ die­ses be­reits in ihren Fi­lia­len um, „das Ge­setz wirkt also schon, be­vor wir es be­schlos­sen haben“.

Ein nächster Schritt im Kampf gegen hohe Preise müs­se das Aus für den so ge­nann­ten „Öster­reich Auf­schlag“ sein, wenn z.B. „Man­ner“-Schnit­ten, die in Wien pro­du­ziert wer­den, in Öster­reich mas­siv teu­rer sind als in Deutsch­land. „Da­ran ist nicht ‚Manner‘ oder der öster­rei­chi­sche Han­del schuld, son­dern die Si­tua­tion, dass in­ter­natio­nale Kon­zerne in klei­ne­ren Län­dern teu­rer ver­kau­fen dür­fen als in gro­ßen. Die­sen ‚Öster­reich-Auf­schlag‘ wol­len wir be­en­den. Da wer­den wir nicht locker­las­sen“, hielt Herr fest.

Posted by Wilfried Allé Thursday, February 26, 2026 10:43:00 AM
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