Wie ist das möglich?
Neues Kraftwerk in Döbling nutzt Hochquellwasser um Energie aus der Leitung zu gewinnen. Wien nimmt im Juni beim Wasserbehälter Hungerberg in Döbling das 17. Trinkwasserkraftwerk in Betrieb und baut damit zugleich die Erzeugung von klimafreundlichem Strom weiter aus. Die Anlage nutzt die natürlichen Höhenunterschiede entlang der Hochquellleitungen, um aus fließendem Trinkwasser Energie zu gewinnen.
Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky erklärt dazu: „Das Quellwasser fließt im freien Gefälle aus den Alpen in unsere Stadt. Auf diesem Weg bestehen Höhenunterschiede, die genutzt werden, um klimafreundlichen Strom zu erzeugen.“ Das neue Kraftwerk besteht aus vier Pumpen, die gleichzeitig als Turbinen genutzt werden. Die erzeugte Energie reicht aus, um rund 700 Haushalte mit Ökostrom zu versorgen. Der Strom wird ins Netz eingespeist. Gleichzeitig bleibt die Wasserversorgung abgesichert: Bei Bedarf kann die Anlage auch als Pumpwerk eingesetzt werden, etwa während Wartungsarbeiten an den Hochquellleitungen. Das Projekt ist Teil der Strategie „Wiener Wasser 2050“. Die bestehenden Trinkwasserkraftwerke erzeugen bereits so viel Strom, dass damit rechnerisch eine Stadt mit rund 50.000 Einwohner*innen versorgt werden könnte. Gleichzeitig werden neue Standorte für Kraftwerke und Photovoltaik-Anlagen geprüft und ausgebaut. Unter anderem ist bis Ende des Jahres eine weitere Solaranlage auf dem Wasserbehälter Schafberg geplant.
Posted by Wilfried Allé
Monday, June 1, 2026 10:00:00 AM
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