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Ort: Bruno Kreisky Forum, Armbrustergasse 15, 1190 Wien

Robert Misik im Gespräch mit Wolfgang Kaleck, Muna Duzdar

Plädoyer für Völkerrecht und Menschenrechte

"Kalecks neues Sachbuch zeigt, dass Internationales Recht Macht hat. "taz

Der Angriff Russlands auf die Ukraine, die Eskalation des Nahostkonflikts nach dem 7. Oktober, der Angriff Israels auf den Iran – das sind nur einige, wenn auch entscheidende Entwicklungen der letzten Jahre, die zeigen, wie die »alte« internationale Ordnung erodiert und das Völkerrecht und die Menschenrechte zunehmend missachtet werden. In dieser viel beschworenen Zeitenwende stellt sich die fundamentale Frage, ob das internationale Recht stark genug ist diesem Sturm zu widerstehen, oder in Zukunft einfach das Recht des Stärkeren gilt.
Wolfgang Kaleck, einer der international renommiertesten Menschenrechtsanwälte, argumentiert in dieser Streitschrift, dass Völkerrecht und Menschenrechte nicht zur Disposition stehen dürfen, gerade weil sie im Kern, trotz aller Ambivalenzen, Erschütterungen und Rückschläge, einen immensen Fortschritt auf dem Weg zu einer gerechteren Welt darstellen. Er erinnert nicht nur daran, dass der Traum »vom ewigen Frieden« aus dem Trauma des Krieges geboren wurde, sondern zeigt, wie notwendig es gerade jetzt ist, an diesem »utopischen Projekt« festzuhalten, welche Reformen des internationalen Rechts und seiner Institutionen es stärken könnten und wie und mit wem wir gemeinsam dafür streiten können.

Wolfgang Kaleck gründete 2007 die Menschenrechtsorganisation European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) in Berlin und ist seitdem deren Generalsekretär. Er ist Autor mehrerer Bücher u. a. von »Die konkrete Utopie der Menschenrechte« (2021) und »Law versus Power« (2018). Er wurde u.a. mit dem Hermann Kesten-Preis des PEN-Zentrums Deutschland und dem Max Friedländer-Preis des Bayrischen Anwaltsverband ausgezeichnet und arbeitet in zahlreichen Projekten mit der Akademie der Künste in Berlin, dem Haus der Kulturen der Welt, der Magnum Foundation, der Galerie Autograph und anderen Kulturinstitutionen zusammen.

Muna Duzdar, Rechtsanwältin, SPÖ-Abgeordnete zum Nationalrat und Bereichssprecherin für Verfassung

Moderation: Robert Misik, Autor und Journalist

Die Stärke des Rechts vs. Das Recht des Stärkeren. Wolfgang Kaleck

Das Recht des Stärkern ist das stärkste Unrecht. Marie von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916)

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