AZ-Neu

Die Informationsplattform für ArbeiterInnen, Angestellte, KMUs, EPUs und PensionistInnen

6:30 PM
12:00 AM

Ort: Karl-Renner-Institut: Karl-Popper-Straße 8, 1100 Wien

Mit PayPal hat Elon Musk die Finanzbranche aufgemischt, mit Tesla den Markt für E-Autos revolutioniert und nach seiner Übernahme Twitter kurzerhand auf rechts gedreht. Im US-Wahlkampf 2024 schwang er sich zu einem der wichtigsten Einflüsterer Donald Trumps auf. Anschließend machte er sich mit seiner Abteilung für Regierungseffizienz (DOGE) daran, den amerikanischen Staat zu zerlegen.

Wie wurde aus dem genialischen Nerd eine kettensägenschwingende Ikone der globalen Rechten? Um die Welt zu begreifen, die Musk erschafft, müssen wir die Welten verstehen, die Musk erschaffen haben. Quinn Slobodian und Ben Tarnoff zeichnen nach, wie sich im Silicon Valley um die Vorstellungen von Disruption und tollkühnen CEOs ein regelrechter Kult bildete, wie soziale Medien und Videospiele die Erzählung vom heldenhaften Einzelgänger etablierten und wie rassistische Memes und Verschwörungstheorien Eingang in die Gedankenwelt des reichsten Menschen der Erde fanden. Der Muskismus, so Slobodian und Tarnoff, ist ein frankensteinsches Monster des zeitgenössischen Kapitalismus.

Buchpräsentation & Gespräch
Quinn Slobodian, Professor für Internationale Geschichte an der Frederick S. Pardee School of Global Studies der Boston University
Ben Tarnoff, arbeitet als Autor und für Technologieunternehmen, schreibt regelmäßig für die New York Review of Books

Kommentar
Natascha Strobl, Politikwissenschafterin und Autorin

Moderation
Sebastian Schublach, Bereichsleitung Internationale Politik

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Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Buch:
Muskismus
Aufstieg und Herrschaft eines Technoking