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Qualität des Wiener Trinkwassers 

Allgemeinbefund des Wassers aus der Lobau

Die Wiener Bevölkerung wird fast das ganze Jahr über mit Hochquellenwasser versorgt. Nur in Zeiten erhöhten Wasserbedarfs (zum Beispiel Hitzeperiode) oder im Falle von Reparaturarbeiten an den Hochquellenleitungen wird Wasser aus dem - in den Sechzigerjahren errichteten - Brunnenfeld Lobau entnommen. Die Wassergewinnung erfolgt im Auwaldgebiet der Lobau und liegt im Nationalpark Donau-Auen. Das geförderte Wasser stellt so genanntes "Uferfiltrat" aus dem Grundwasserbegleitstrom der Donau dar. Der Vorteil dieses Wassers liegt vor allem in der kurzfristigen Verfügbarkeit für die Wiener Wasserversorgung und in der hohen Qualität. Die Qualität ergibt sich durch die gute Filter- und damit auch Reinigungswirkung des Bodens.

Überprüfungen im Anlassfall

Der schottrig-sandige Boden der Au ist ein guter Reinigungsfilter. Daher sind ungünstige bakteriologische Befunde nur in Zeiten von Donauhochwässern zu beobachten. Bei Hochwasserpegelständen muss der Betrieb des Wasserwerkes eingestellt werden.

Die Desinfektion des Wassers erfolgt, wie beim Quellwasser, mittels Chlordioxid.

Das Wasser aus der Lobau hat durch seine längere Verweilzeit im Boden einen höheren Gehalt an Mineralien (Wasserhärte) als das Hochquellenwasser. Die Überprüfungen des Wassers aus der Lobau finden verstärkt im betrieblichen Anlassfall bei der Einspeisung ins Wiener Rohrnetz statt.

Posted by Wilfried Allé Tuesday, October 20, 2020 3:56:00 PM
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Universum-Dokumentation "Wiener Wasser" 

Der Weg des Wiener Wassers von den Gip­feln des Hoch­schwab- und Rax-Schnee­berg-Ge­biets über die vor­nehm­lich unter­irdi­schen Lei­tun­gen, die zum Teil durch Berge ge­führt wer­den, ge­langt das Was­ser im na­tür­li­chen Ge­fäl­le ohne ei­ne ein­zi­ge Pum­pe bis in die Stadt. Die Gra­vi­ta­tions­ener­gie wird ent­lang der Lei­tung so­gar zu­sätz­lich zur Strom­pro­duk­tion ver­wendet.
Wenn es um Trink­was­ser­quali­tät geht, dann ist Wien im in­ter­na­tio­na­len Ran­king ganz oben. In kaum ei­ner an­de­ren Groß­stadt kommt das Was­ser so frisch aus der Lei­tung. Wäh­rend an­de­re ih­ren Was­ser­be­darf mit Ober­flä­chen- oder Grund­was­ser ab­decken, lie­fern zwei Hoch­quel­len­lei­tun­gen das Was­ser di­rekt aus den Al­pen in die Bun­des­haupt­stadt - ein ein­zig­ar­ti­ges Kon­zept. Doch wie funk­tio­niert die Wie­ner Was­ser­ver­sor­gung im Detail?

Wiener Wasser - Universum 2010

Posted by Wilfried Allé Thursday, October 20, 2016 4:13:00 PM
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