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Cum/Ex, Milliarden und Moral 

Posted by Wilfried Allé Wednesday, May 27, 2026 8:01:00 PM Categories: Gesellschaft und Sozialwissenschaften Politischer Aktivismus / Politisches Engagement
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Warum sich der Kampf gegen Wirtschaftskriminalität lohnt - SPIEGEL-Bestseller - Nr. 1-Wirtschaftsbestseller, Sachbuch-Bestenliste ZDF, Deutschlandfunk Kultur, DIE ZEIT

von Anne Brorhilker, Traudl Bünger

ISBN: 9783453219113
Themen: Gesellschaft und Sozialwissenschaften
Politik und Staat
Politischer Aktivismus / Politisches Engagement
Erscheinungsdatum: 12.11.2025
Verlag: Heyne
Umfang: 272 Seiten
Format: Hardcover
Preis: € 24,70

Kurzbeschreibung des Verlags

Leben wir in einem Land, in dem, wer reich ist, das Ge­setz nicht fürch­ten muss? Anne Bror­hil­ker, die als Ober­staats­an­wäl­tin der Staats­an­walt­schaft Köln jahre­lang und un­er­schrocken die Cum/Ex-Er­mitt­lun­gen ge­lei­tet hat, kennt das kom­ple­xe Ver­hält­nis zwi­schen Wirt­schafts­kri­mi­na­li­tät und Jus­tiz wie keine an­dere. Hier schil­dert sie erst­mals ihre er­staun­li­chen Er­fah­run­gen mit der Fi­nanz­eli­te, blickt hin­ter die Ku­lis­sen der Groß­ban­ken und ent­larvt die Selbst­ge­fällig­keit vie­ler Steuer­hinter­zie­her: Wes­halb war die Auf­klä­rung trotz jahre­lan­ger Er­mitt­lung und auch zahl­rei­cher Ur­teile so müh­sam? Warum tut sich der Staat so schwer, die Mil­liar­den zu­rück­zu­for­dern? Geld, das den ehr­li­chen Steuer­zah­lern zu­steht? Mit ihrem Ent&­shy;schluss, den Staats­dienst zu quit­tie­ren und als Teil der Zi­vil­ge­sell­schaft für Auf­klä­rung zu sor­gen, hat Anne Brorhil­ker ein Zei­chen ge­setzt: Der Kampf für Ge­mein­wohl und Ge­rech­tig­keit geht uns alle an - und mit Mut kön­nen wir etwas be­we­gen! Ein Euro des Ver­kaufs­prei­ses die­ses Buches geht an die Bür­ger­be­we­gung "Finanzwende e.V.".

Rezension, Sarah Tischer

Anne Brorhilker ist eine der prominenten Stimmen im Kampf gegen Wirt­schafts­krimi­nali­tät in Deutsch­land. Ihr Ge­sicht ist einem viel­leicht schon in den Me­dien be­geg­net – sie war als Ober­staats­an­wäl­tin jahre­lang maß­geb­lich an den Cum/Ex-Er­mitt­lun­gen be­tei­ligt und hat zen­tra­le Ur­teile im größ­ten Steuer­skan­dal der Bun­des­repu­blik er­wirkt. Nun hat sie ein Buch ge­schrie­ben: »Cum/Ex, Mil­liar­den und Moral«. Die Volks­wir­tin hat es ge­lesen.

Auf Anne Brorhilkers Buch wurde ich durch ein Inter­view bei SWR1 Leute auf­merk­sam. Zu­nächst war ich skep­tisch, ob ich es le­sen möch­te. Zu ver­traut klang der In­halt: die Macht der Fi­nanz­bran­che, eine gut ver­netz­te Lobby, struk­tu­rel­le Defi­zi­te in Be­hör­den – und ein Staat, der Wirt­schafts­krimi­na­li­tät nur un­zu­rei­chend ver­folgt. Mir war klar, dass mich die in der Lek­türe an­ge­spro­che­nen Miss­stände und Skan­dale auf­regen würden.

Jetzt hab ich »Cum/Ex, Milliarden und Moral« (2025 er­schie­nen bei Heyne) in kür­zes­ter Zeit durch­ge­le­sen. Und ich kann sa­gen: Ja, ich hab mich ein biss­chen auf­ge­regt, das liegt in der Na­tur der Sa­che, aber es hat sich ge­lohnt, das Buch zu le­sen. Bror­hil­ker er­schöpft sich nicht im Be­nen­nen der Miss­stän­de. Sie er­klärt, gibt Ein­blicke und macht Sach­ver­halte ver­ständ­lich. Die Lek­türe ist flüs­sig und bis­wei­len habe ich mich so­gar trotz der The­ma­tik amü­siert – auf­grund der »Ab­sur­di­tä­ten« im System.

Auch die psychologische Ebene kommt nicht zu kurz, wenn die Auto­rin bei­spiels­weise be­schreibt, wie sie sich in Zeu­gen­ver­neh­mun­gen mit Män­nern gibt, denen es nicht an Ego und Selbst­über­zeu­gung fehlt und die dies auch durch ihr Auf­tre­ten und ihre Klei­dung zur Schau stel­len. Die ge­schil­der­ten Er­eig­nis­se zei­gen die mensch­li­che Natur, die hin­ter Gier, Macht und Fehl­ent­schei­dun­gen zu Tage tritt.

Eine kurze Erklärung, worum es bei Cum/Ex ging: Kurz gesagt ist Com/Ex ein Trick mit Ak­tien, um Steuern mehr­fach zu­rück­zu­be­kom­men, die nur ein­mal oder gar nicht ge­zahlt wur­den. Und etwas ge­nauer: Ban­ken und In­ves­toren or­ga­ni­sier­ten den mehr­fachen Rück­er­stat­tungs­be­trug von Kapi­tal­er­trag­steu­ern und ver­ur­sa­chten so ei­nen Mil­li­arden­scha­den für den Staat. Die Händ­ler scho­ben sich um den Divi­den­den-Stich­tag Ak­tien blitz­schnell hin- und her. Durch die­ses Hin und Her sah es für das Fi­nanz­amt so aus, als hät­ten meh­re­re Per­so­nen dies­elbe Steuer ge­zahlt – ob­wohl sie nur ein­mal oder gar nicht ge­zahlt wurde. Der Staat er­stat­te­te die Steuer mehr­fach zu­rück, die ihm gar nicht zustand.

Brorhilker betont wiederholt: Das war kein »steuer­li­ches Schlupf­loch«, son­dern ein Ver­bre­hen. Der Be­griff der »Ge­set­zes­lücke« sei ein von der Fi­nanz­bran­che ge­streu­ter Euphe­mis­mus – der lei­der oft von vie­len Me­dien über­nom­men wurde. Die da­durch hin­ter­zo­ge­nen Steuern be­lau­fen sich nach Schät­zun­gen auf 40 Mil­liar­den Euro – »der größte Steuer­raub in der Ge­schichte der Bun­des­republik«.

Die ehemalige Staats­an­wäl­tin nimmt die Leser­innen mit in ihren da­ma­li­gen Ar­beits­all­tag und wie sie den Mil­liar­den­schwe­ren Be­trug in sei­ner Trag­weite auf­deckte. Von der stra­te­gi­schen Pla­nung ihrer Er­mitt­lun­gen über Raz­zien und Zeugen­be­fra­gun­gen bis zu Rück­schlä­gen und Er­fol­gen schil­dert sie al­les pack­end und de­tail­liert. Da­bei zeigt sie sys­te­ma­tisch Miss­stän­de und macht deut­lich, wie schwer es ist, ge­gen die mäch­ti­ge Fi­nanz­bran­che vor­zu­gehen.

Sie rechnet sowohl mit der Finanz­branche als auch mit den Be­hör­den ab. Über die Fi­nanz­bran­che schreibt sie: »Diese arro­gan­te und ab­ge­ho­be­ne Hal­tung ei­ner Bran­che dem Rest der Welt ge­gen­über ha­ben wir Er­mittler auch oft zu spü­ren be­kommen.«

Die Autorin macht deut­lich, dass die Finanz­lobby die mäch­tig­ste Lob­by in Deutsch­land ist. Sie zeigt, dass Uni­ver­si­tä­ten nicht im­mer neu­tral agie­ren, wenn sie von der Finanz­lobby finan­ziert und be­auf­tragt wer­den, Stu­dien zu ver­fas­sen, die Cum/Ex-Ge­schäf­te in ei­nem posi­ti­veren Licht dar­stellen.

Auf der anderen Seite schildert Anne Brorhilker ihre Prob­leme im Beam­ten­appa­rat: Hie­rar­chien, feste Ab­läufe, man­geln­de Unter­stüt­zung und Kri­tik aus den ei­ge­nen Rei­hen. So wur­den ihre Bit­te um per­so­nel­le Unter­stüt­zung trotz der großer Trag­weite des Fal­les nicht ge­hört – an­geb­lich hat­ten Vor­ge­setz­te Angst, ihr eine Sonder­be­hand­lung zu ge­ben. Weil Staats­beamte re­gel­mäßig die Fälle und Pos­ten wech­seln, wur­de Bror­hil­ker di­rekt vor ei­ner zen­tra­len Ver­hand­lung bei­nahe ver­setzt. Weil das der üb­li­che Ab­lauf sei. Doch dann wäre mo­na­te­lan­ge Ar­beit um­sonst ge­we­sen. Genau­so be­män­gelt sie, dass sie nur schwer Kol­le­gen ge­fun­den habe, die sie unter­stüt­zen konn­ten, da der Fall kom­plex ist und ei­ner gründ­li­chen Ein­ar­bei­tung bedarf.

In »Cum/Ex, Milliarden und Moral« zeigt Anne Brorhilker das rich­ti­ge Maß an per­sön­li­chen Ein­blicken, so­dass die Lek­türe span­nend und flüs­sig zu le­sen ist. Man spürt den Sinn für Ge­rech­tig­keit der Auto­rin, ihre Ent­schlos­sen­heit und die Här­ten, die sie durch­ste­hen musste. Sie er­zählt nicht nur von Ver­bre­chen, son­dern auch da­von, wie sie selbst über sich hinaus­wuchs, Tak­ti­ken ent­wickel­te und ein dickes Fell be­kam – im­mer an­ge­trie­ben von ihrem Wunsch, dass der Steuer­skan­dal nicht un­ge­sühnt bleibt.

Auch oder gerade Leser ohne Fach­kennt­nis­se kön­nen dem Buch pro­blem­los fol­gen, da es ver­ständ­lich und gut nach­voll­zieh­bar ge­schrie­ben ist.

Anne Brorhilker hat sich durch den Wider­saktuellestand nicht ein­schüch­tern las­sen. Sie kämpft nun als Ge­schäfts­füh­re­rin bei der Bür­ger­be­we­gung Fi­nanz­wende wei­ter. Ihr Ziel: Die Struk­tu­ren zu ver­än­dern, die sie einst zum Rück­zug aus dem Staats­dienst zwan­gen. Das Buch konnte sie nur schrei­ben, weil sie ihren Beamten­sta­tus auf­ge­ge­ben hat und nicht mehr für den Staat tä­tig ist. Die ge­schwärz­ten Stel­len (»dienst­liche An­ge­le­gen­hei­ten, die der Öf­fent­lich­keit nicht be­reits be­kannt sind«) hinter­las­sen ein ko­mi­sches Ge­fühl, wie so vie­le nicht-ge­schwärzte Stellen auch

Die Stärke des Rechts vs. Das Recht des Stärkeren 

Plädoyer für Völkerrecht und Menschenrechte
Posted by Wilfried Allé Sunday, May 24, 2026 10:04:00 AM Categories: Internat. Öffentl. Recht & Völkerrecht Internationales Recht Recht
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von Wolfgang Kaleck

ISBN: 9783956146749
Themen: Recht
Internationales Recht
Internationales Öffentliches Recht und Völkerrecht
Erscheinungsdatum: 12.03.2026
Verlag: Kunstmann, A
Umfang: 160 Seiten
Format: Taschenbuch
Preis: € 20,60

Kurzbeschreibung des Verlags

Der Angriff Russlands auf die Ukraine, die Es­ka­la­tion des Nah­ost­kon­flikts nach dem 7. Okto­ber, der An­griff Israels auf den Iran – das sind nur eini­ge, wenn auch ent­schei­den­de Ent­wick­lun­gen der letz­ten Jah­re, die zei­gen, wie die »alte« inter­natio­nale Ord­nung ero­diert und das Völ­ker­recht und die Men­schen­rechte zu­neh­mend miss­achtet wer­den. In die­ser viel be­schwo­re­nen Zei­ten­wende stellt sich die fun­da­men­ta­le Fra­ge, ob das inter­natio­na­le Recht stark ge­nug ist die­sem Sturm zu wider­ste­hen, oder in Zu­kunft ein­fach das Recht des Stär­ke­ren gilt. Wolf­gang Kaleck, einer der inter­na­tio­nal re­no­mmier­tes­ten Men­schen­rechts­an­wälte, argu­men­tiert in die­ser Streit­schrift, dass Völ­ker­recht und Men­schen­rechte nicht zur Dis­po­si­tion ste­hen dür­fen, ge­rade weil sie im Kern, trotz al­ler Ambi­va­len­zen, Er­schüt­te­run­gen und Rück­schläge, einen im­men­sen Fort­schritt auf dem Weg zu ei­ner ge­rech­te­ren Welt dar­stel­len. Er er­innert nicht nur da­ran, dass der Traum »vom ewi­gen Frie­den« aus dem Trauma des Krie­ges ge­bo­ren wurde, son­dern zeigt, wie not­wen­dig es ge­rade jetzt ist, an die­sem »uto­pi­schen Pro­jekt« fest­zu­hal­ten, wel­che Re­for­men des inter­na­tio­na­len Rechts und sei­ner Ins­ti­tu­tio­nen es stär­ken könn­ten und wie und mit wem wir ge­mein­sam da­für strei­ten können.

Weimar 

Glanz und Grauen der deutschen Geschichte
Posted by Wilfried Allé Wednesday, May 6, 2026 1:37:00 PM Categories: Sachbücher/Geschichte/20. Jahrhundert (bis 1945)
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von Katja Hoyer

ISBN: 9783455021585
Genre: Sachbücher/Geschichte/20. Jahrhundert (bis 1945)
Erscheinungsdatum: 07.05.2026
Verlag: Hoffmann und Campe
Übersetzung: Norbert Juraschitz, Henning Dedekind, Marlene Fleißig
Umfang: 592 Seiten
Format: Hardcover
Preis: € 28,80

Kurzbeschreibung des Verlags

Weimar: Heimat der deutschen Hoch­kul­tur und Epi­zen­trum der Nazi-Bar­ba­rei. Wie kein an­de­rer Ort im Land steht Wei­mar für Licht und Dun­kel­heit, für das Trauma des 20. Jahr­hunvderts, das Schei­tern der Demo­kra­tie. Die renom­mier­te His­to­ri­ke­rin und Best­sel­ler­au­to­rin Katja Hoyer ver­steht es glän­zend, Ge­schichte le­ben­dig wer­den zu las­sen. In ihrem neuen Buch er­zählt sie die Ge­schich­te und die Ge­schich­ten der Mens­chen von Wei­mar – der be­rühm­ten und der un­be­kann­ten – und zeigt, wie in­di­vi­duel­le und ge­mein­schaft­liche Ent­schei­dun­gen eine Demo­kra­tie auf­recht­er­hal­ten, aber auch zer­stö­ren kön­nen. Ein außer­ge­wöhn­liches und hoch­aktuel­les Buch, das auf ein­drück­liche Wei­se durch­euch­tet, war­um es keine Im­mu­ni­tät ge­gen to­tali­täre Ideo­logien gibt.


Katja Hoyer, geboren 1985, ging nach ihrem Ge­schichts­stu­dium an der Fried­rich-Schil­ler-Uni­ver­si­tät Jena nach Eng­land. Dort kom­men­tiert sie u.a. für die BBC, den Tele­graph und den Spec­ta­tor ge­schicht­liche und poli­ti­sche The­men. Heute forscht sie am King’s Col­lege Lon­don und ist Fel­low der Royal His­to­ric­al So­cie­ty. Als Kolum­nis­tin der Was­hing­ton Post schreibt sie re­gel­mäßig über deut­sche und euro­päi­sche Ge­sell­schaft und Poli­tik. Ihr ers­tes auf Deutsch er­schie­ne­ne Buch »Dies­seits der Mauer« war direkt ein Best­seller.

Der amerikanische Weckruf 

Posted by Wilfried Allé Saturday, May 2, 2026 8:35:00 PM Categories: Gesellschaft Sachbücher/Politik Wirtschaft/Politik
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von Cathryn Clüver Ashbrook

ISBN: 9783710609329
Reihe: Auf dem Punkt
Genre: Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft/Politik
Erscheinungsdatum: 14.01.2026
Verlag: Brandstätter Verlag
Umfang: 208 Seiten
Format: Hardcover
Preis: € 22,00

Kurzbeschreibung des Verlags

2026 – 250 Jahre ameri­ka­ni­sche Demo­kra­tie. Und Do­nald Trumps zwei­tes Jahr zu­rück an der Macht: Ein his­to­ri­sches Jubi­läum trifft auf eine his­to­ri­sche Zä­sur. Wäh­rend die Ver­einig­ten Staa­ten ein Vier­tel­jahr­tau­send Ver­fas­sungs­staat fei­ern, setzt Prä­si­dent Trump sei­nen auto­ri­tä­ren Um­bau fort – mit ei­ner Agen­da, die tief­grei­fen­der, stra­te­gi­scher und ent­schlos­se­ner ist als je zuvor.
Die gefragte trans­at­lan­ti­sche Poli­tik­ex­per­tin Cath­ryn Clüver Ash­brook zeigt in ihrem ers­ten Buch, wie die ame­ri­ka­ni­sche Demo­kra­tie ge­zielt aus­ge­höhlt wird: durch sys­te­ma­ti­sche Schwä­chung der Ge­wal­ten­tei­lung, ideo­lo­gi­sche Kon­trol­le von Bil­dung und Me­dien, juris­ti­sche Um­deu­tung von Macht­be­fug­nis­sen und ge­ziel­te Ein­schüch­te­rung poli­ti­scher Geg­ner. Was vie­le als Chaos oder Ein­zel­fäl­le ab­ta­ten, war in Wahr­heit Teil ei­ner lang­fris­ti­gen Stra­te­gie – und ge­nau das ha­ben wir über­sehen.
Doch Clüver Ash­brook geht wei­ter: Sie zeigt, wie die­sel­ben Mus­ter in Eu­ro­pa Ein­zug hal­ten – auch in Deutsch­land. Die Il­lu­sion, dass li­be­ra­le Demo­kra­tien auto­ma­tisch sta­bil sei­en, hat uns blind ge­macht für die An­griffs­punk­te von in­nen. Ge­ra­de dort, wo Ins­ti­tu­tio­nen schwach, Bil­dungs­sys­teme un­ge­schützt und Öf­fent­lich­keit frag­men­tiert sind, grei­fen auto­ri­tä­re Stra­te­gien be­son­ders leicht.
Dieses Buch ist ein poli­ti­sches Früh­warn­sys­tem. Und ein Hand­buch der demo­kra­ti­schen Selbst­ver­tei­di­gung.
Es benennt die Schwä­chen, die Po­pu­lis­ten sys­te­ma­tisch aus­nut­zen. Es zeigt, wel­che Leh­ren wir aus dem ameri­ka­ni­schen Fall zie­hen müs­sen. Und es macht deut­lich, was jetzt zu tun ist – auf poli­ti­scher, juris­ti­scher und ge­sell­schaft­li­cher Ebe­ne. Da­mit wir nicht in weni­gen Jah­ren zu­rück­bli­cken und ge­rade auch we­gen der ei­ge­nen his­to­ri­schen Ver­ant­wor­tung sa­gen müs­sen: Auch wir hät­ten es wis­sen können.

FALTER-Rezension

"Weckruf" aus Amerika

Margaretha Kopeinig in FALTER 18/2026 vom 29.04.2026 (S. 20)

Am 4. Juli 2026 feiern die Ver­ei­nig­ten Staa­ten den 250. Jah­res­tag der Unter­zeich­nung der Un­ab­hän­gig­keits­er­klä­rung. In die­ser sind die Ideen der euro­pä­ischen Auf­klä­rung nie­der­ge­schrieb­en - Frei­heit, Men­schen­wür­de und Rechts­staat­lich­keit.

Die transatlantische Politik-Exper­tin Cath­ryn Clü­ver Ash­brook be­zieht sich in ih­rem neu­en Buch "Der ameri­ka­ni­sche Weck­ruf" auf die Grund­ord­nung der ame­ri­ka­ni­schen Ver­fas­sung und zeigt gleich­zei­tig auf, wie die Prin­zi­pien der äl­tes­ten Demo­kra­tie der Welt heute von Prä­si­dent Trump neu aus­ge­legt werden.

Sie beschreibt detail­liert, wie Trump seine Kom­pe­ten­zen über­schrei­tet, Ge­set­ze bricht, Ge­richts­ent­schei­dun­gen ne­giert, Bil­dung und Me­dien ideo­lo­gisch kon­trol­liert und mit sei­ner be­schleu­nig­ten Zer­stö­rungs­wut die Welt ins Wan­ken bringt. Das Zoll­chaos, der Rück­zug aus UN-Gre­mien, das ag­gres­si­ve Vor­ge­hen ge­gen Part­ner und das An­bie­dern bei his­to­ri­schen Geg­nern sind nur ei­ni­ge Bei­spie­le, die die Glaub­wür­dig­keit der USA schwä­chen und die Demo­kra­tie von in­nen aus­höhlen.

Clüver Ashbrook, die aus Wies­ba­den stammt und auf ei­ner US-ameri­ka­ni­schen Mili­tär­ba­sis in Deutsch­land in die Schule ging, ver­folgt die Poli­tik der Ver­einig­ten Staa­ten jour­na­lis­tisch und wis­sen­schaft­lich seit vie­len Jah­ren. Die pro­fi­lier­te Analy­ti­kerin, die der­zeit in ei­ner Top-Posi­tion der Ber­tels­mann Stif­tung tä­tig ist, lässt die Ent­wick­lung der USA of­fen: "Al­les scheint mög­lich." Eine Mas­sen­be­we­gung, wie die No-Kings-Pro­tes­te oder das Auf­wa­chen der demo­kra­ti­schen Par­tei, seien nicht aus­ge­schlos­sen, "aber das Zeit­fens­ter schließt sich", stellt sie nüch­tern fest. Die Fas­zi­na­tion für das Auto­ri­täre sei nicht ver­flo­gen und die "Ver­lockung des Fa­schis­mus" (Jason Stanley) nach wie vor ge­geben.

Ihr brillanter Text en­det mit der Fra­ge, ob Euro­pa be­reit und mu­tig sei, von den US-Ent­wick­lun­gen zu ler­nen. Ent­ge­gen­steu­ern be­deu­tet, den "ameri­ka­ni­schen Weck­ruf" ernst zu neh­men. Das Buch ist für alle eine Pflicht­lektüre.

Unsternstunden der Menschheit 

Wie die Welt unerträglich wurde
Posted by Wilfried Allé Monday, March 30, 2026 10:15:00 PM Categories: Gesellschaft Sachbücher/Politik Wirtschaft
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von Armin Thurnher

EAN: 9783552076198
Genre: Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft
Erscheinungsdatum: 17.02.2026
Verlag: Zsolnay, Paul
Sammlung: Signiert!
Unsere Bestseller
Umfang: 304 Seiten
Format: Hardcover
Preis: € 27,80

 

Beschreibung

Armin Thurnher über Momente der letzten Jahre, in denen die Geschichte ihren fatalen Lauf nahm.

Stefan Zweig nannte seine berühmte Samm­lung von Tex­ten einen »geistigen Spie­gel« der Zivi­li­sa­tion. Armin Thurn­hers Buch stellt eine Ver­dun­ke­lung des Spie­gels fest. »Un­stern­stun­den der Mensch­heit« fi­xiert eini­ge Mo­men­te, die un­sere Ge­gen­wart form­ten: Man­che da­von ent­gin­gen dem Radar öf­fent­li­cher Auf­merk­sam­keit. Als Bill Clin­ton die Sec­tion 230 eines Me­dien­ge­set­zes unter­zeich­ne­te, nahm die Welt der Kom­mu­ni­ka­tion ei­nen neuen, fa­ta­len Lauf. Als der Blog­ger Curtis Yarvin zu ver­öffent­li­chen be­gann, legte er ein Funda­ment zum Auf­stieg Donald Trumps. Als Hans Di­chand die »Kro­nen Zei­tung« neu grün­dete, nahm er die poli­ti­sche Klas­se Öster­reichs in die Gei­sel­haft der Dumpf­heit. Ein Blen­der namens Sebas­tian Kurz brachte die kon­ser­va­ti­ve Kaste halb Euro­pas um den Ver­stand. Elon Musk, Vik­tor Orbán, Peter Thiel und viele ande­re tru­gen und tra­gen zur Ver­dun­ke­lung der Welt bei. Doch wer sagt, dass aus ei­ner Gale­rie dunk­ler Spie­gel nicht am Ende neues Licht blit­zen kann?

Rezensionen

»Ein grandioses Buch.« Armin Wolf
»Thurnher gehört zu den scharfsinnigsten Analytikern.« Claudia Kühner, NZZ am Sonntag

Leseprobe ->

Die Donauinsel 

21 Kilometer Freiraum
Posted by Wilfried Allé Wednesday, March 25, 2026 10:09:00 AM Categories: Sachbuch/Stadtentwicklung
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Fotos von Klaus Pichler, Martina Nußbaumer (Hg.), Ulrike Krippner (Hg.)

EAN: 9783991660460
Genre: Sachbuch/Stadtentwicklung
Erscheinungsdatum: 19.03.2026
Verlag: Falter Verlag
Sammlung: Aktuelle Bücher aus dem Falter Verlag
Natürlich Wien
Umfang: 432 Seiten
Format: Gebundene Ausgabe
Preis: € 38,00

 

Kurzbeschreibung des Verlags:

Die Donauinsel wurde zwi­schen 1972 und 1988 zu­gleich mit der Neuen Donau er­baut, um Wien end­gül­tig vor ver­hee­renden Hoch­was­ser­er­eig­nis­sen zu schüt­zen. Heute ist sie aus der Stadt nicht mehr weg­zu­den­ken: Mehr als 200.000 Men­schen pro Tag ver­brin­gen im Som­mer ihre Frei­zeit auf der 21 Kilo­me­ter lan­gen und bis zu 250 Me­ter brei­ten Insel.

Das war beim Start­schuss für das Pro­jekt im Jahr 1969 we­der ge­plant noch vor­her­seh­bar. Ur­sprüng­lich als rein tech­ni­scher Hoch­was­ser­schutz kon­zi­piert und poli­tisch höchst um­strit­ten, wur­de die In­sel erst im Lauf von mehr als 30 Jah­ren Pla­nungs- und Bau­zeit zu ei­nem viel­fäl­ti­gen Natur- und Er­ho­lungs­raum am Wasser.

Die rund 60 Texte, Interviews und Por­träts in die­sem Buch be­leuch­ten nicht nur die kom­plexe Ent­stehungs­ge­schichte des Are­als, son­dern auch sei­ne zen­tra­le so­zi­a­le und öko­lo­gi­sche Be­deu­tung in der wach­sen­den und hei­ßer wer­den­den Stadt von heu­te. Zahl­rei­che his­to­ri­sche Ab­bil­dun­gen und Klaus Pich­lers Foto­pro­jekt „Eine Insel, viele Ge­schich­ten“ ge­ben Ein­blicke in die Viel­schich­tig­keit der Donau­insel.

Die Publikation er­scheint an­läss­lich der gleich­na­mi­gen Aus­stel­lung des Wien Museums.

Zu Fuß durch Wien 

12 Spaziergänge
Posted by Wilfried Allé Saturday, March 14, 2026 3:07:00 AM Categories: Reisen/Reiseführer/Europa
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von Jennifer Faulkner, Rosemary Faulkner

Reihe: Zu Fuß
ISBN: 9783770024759
Genre: Reisen/Reiseführer/Europa
Verlag: Droste Verlag GmbH
Sammlung: Raus aufs Land
Erscheinungsdatum: 30.05.2025
Umfang: 168 Seiten
Format: Taschenbuch
Preis: € 16,50
Kurzbeschreibung des Verlags

Jennifer und Rosemary Faulkner la­den zu 12 Spa­zier­gän­gen durch die öster­rei­chi­sche Welt­stadt ein, die viel­fäl­ti­ger nicht sein könn­ten. Sie füh­ren zu den High­lights der glanz­vol­len k.u.k.-Zeit, brin­gen Sa­gen und Le­gen­den nä­her, fol­gen den Spu­ren be­rühm­ter Wie­ner und zei­gen, wo stress­ge­plag­te Groß­städter im Grü­nen zur Ruhe kom­men. Da­bei geht es im­mer wie­der an­ders zu: ur­ban und länd­lich, krea­tiv und kuli­na­risch, muse­al und mo­dern – ein fa­cet­ten­rei­ches Wien-Erleb­nis zwi­schen Prunk­bau­ten, Prater und Park­anlagen.

Die "Zu Fuß durch"-Reihe nimmt Sie auf je­weils 12 ent­spann­te Spa­zier­gänge mit – zu Se­hens­wür­dig­kei­ten, ver­steck­ten Ecken und Ge­heim­tipps fas­zi­nie­ren­der Städte und Metro­po­len in Deutsch­land, Euro­pa und der Welt. So wird jede Tour zu ei­nem un­ver­gess­li­chen Er­lebnis!

Funkenschwestern 

Wie Feminismus alles besser macht
Posted by Wilfried Allé Sunday, March 8, 2026 4:06:00 PM Categories: Gesellschaft Sachbücher/Politik Wirtschaft/Gesellschaft
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von Barbara Blaha

ISBN: 9783222151644
Sammlung: Feminismus
Genre: Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft/Gesellschaft
Verlag: Molden Verlag in Verlagsgruppe Styria GmbH & Co. KG
Erscheinungsdatum: 12.02.2026
Umfang: 208 Seiten
Format: Hardcover
Preis: € 25,00
Kurzbeschreibung des Verlags


Barbara Blaha
weiß, wovon sie spricht. Aufgewachsen als Kind einer Arbeiter­fami­lie mit vie­len Ge­schwis­tern, aber wenig Geld, kennt sie das Gefühl, über­se­hen zu werden.
Ihr feministisches Bühnenprogramm ist ein über­wäl­ti­gen­der Er­folg: Tau­sende ha­ben es be­reits ge­se­hen, jede Vor­stel­lung ist aus­ver­kauft. Da­mit zeigt sie, dass Femi­nis­mus end­lich in der 
Mitte der Gesellschaft angekommen ist.


In ihrem Buch verbindet  sie
persönliche Geschichten mit Zahlen, Fakten und Studien  und zeigt, warum 
ökonomische Fragen  immer auch
femi­nis­ti­sche Fra­gen  sind. Sie macht sicht­bar, warum Frauen sel­te­ner füh­ren dür­fen, öfter unter­bro­chen und schlech­ter be­zahlt wer­den, wes­halb in Bran­chen mit ho­hem Frauen­an­teil die Löhne sin­ken und selbst ein Voll­zeit­job nicht vor der zwei­ten Schicht zu Hause schützt.

„Barbara Blaha schreibt mit kompromiss­loser Prä­zi­sion und der Wut einer Frau, die nichts mehr hin­nimmt. Ein klu­ges, kraft­vol­les, not­wen­di­ges Buch.“ Mareike Fallwickl
 

FALTER-Rezension

Gleichberechtigung beginnt vor der Waschmaschine

Julia Kospach in FALTER 10/2026 vom 04.03.2026 (S. 16)

Nach 15 Jahren gereizter Ehe­de­bat­ten zum Thema Haus­ar­beit wollte es Bar­bara Blaha genau wis­sen und lis­te­te in ei­nem Excel-Sheet alle un­be­zahl­ten Tätig­kei­ten und Or­gani­sations­schrit­te auf, die in ei­nem Fami­lien­haus­halt mit Kin­dern wie dem ihren an­fal­len. Vor dem Aus­fül­len der Lis­te gaben sie und ihr Mann eine Schät­zung zur ver­mu­te­ten Las­ten­ver­tei­lung in ihrer Be­zie­hung ab. Sei­ne Pro­gno­se: 60:40. Ihre Pro­gno­se: 70:30. Das Er­geb­nis schockier­te beide. Es lag bei 80:20.
Mit "dieser krassen Fehlein­schät­zung" seien sie und ihr Mann durch­aus nicht al­lein, schreibt Bar­bara Blaha in ihrem neuen Buch "Funken­schwes­tern. Wie Femi­nis­mus al­les bes­ser macht" und zi­tiert eine ak­tuel­le Stu­die, nach der Män­ner da­von über­zeugt sind, dass sie halbe-halbe machen. Tat­säch­lich be­tei­li­gen sich aller­dings auch jene unter ihnen, die es mit der Gleich­stel­lung ernst mei­nen, zu­hause im Schnitt nicht sehr viel mehr als ihre Väter früher.

Auch das belegt Blaha, Wiener Autorin und Unter­neh­merin, femi­nis­ti­sche Polit-Enter­tai­nerin so­wie Grün­de­rin und Lei­terin des sozial­poli­ti­schen Think­tanks Momen­tum Insti­tut, mit Stu­dien­material.

"Während sich bei der bezahlten Arbeit also etwas bewegt, tut sich zu­hause an der Wasch­ma­schine, am Staub­sau­ger und am Wickel­tisch gar nichts", schreibt Blaha und pa­riert auch gleich ein oft ge­hör­tes Ge­gen­ar­gu­ment zu die­ser Ge­men­gen­lage: Es sei doch lo­gisch, dass Frauen mehr Haus­ar­beit über­näh­men, wo sie doch im Schnitt weni­ger ver­dien­ten. Falsch. Denn "Frauen leis­ten so­gar dann den Groß­teil der Haus­ar­beit, wenn sie mehr ver­die­nen". All diese un­be­zahl­te Frauen­ar­beit läp­pert sich, übers Jahr ge­rech­net, auf 23 Pro­zent der öster­rei­chi­schen Wirt­schafts­leistung.

Eine Warnung vorweg: Wenn Sie Blahas Buch lesen - und Sie soll­ten es le­sen! -, könnte Ihnen zwi­schen­durch leicht das sprich­wört­liche G'impfte auf­ge­hen. Denn die pa­tri­ar­chalen My­then rund ums Thema Gleich­stel­lung zwi­schen Män­nern und Frauen, die Blaha zu­sam­men­trägt, sind zahl­reich, wirk­mäch­tig und schwie­rig ab­zu­streifen.

Blaha verhandelt Fragen wie: Warum sinkt das Prestige von Bran­chen, so­bald mehr Frauen ein­stei­gen? Wa­rum wer­den Frauen, die of­fen­siv ihre Ge­häl­ter ver­han­deln, als un­sym­pa­thisch wahr­ge­nom­men? Wa­rum kata­pul­tiert es Paare, so­bald Kin­der ins Spiel kom­men, in ihren Be­zie­hungs­me­cha­nis­men so rasch zu­rück in die 1950er-Jahre?

Aus einer kinderreichen Arbeiter­familie mit we­nig Geld stam­mend, ist Bar­bara Blaha eine pas­sio­nier­te Auf­klä­re­rin und Akti­vis­tin an der Schnitt­stel­le zwi­schen Ge­sell­schafts­poli­tik und For­schung. Auch "Fun­ken­schwes­tern" wird sie - pa­ral­lel zum Buch -als gleich­na­mi­ges Büh­nen­pro­gramm un­ters Volk bringen.

Im Buch verknüpft sie Un­mengen an Zah­len, Da­ten und Fak­ten mit per­sön­li­chen Er­fah­run­gen als Frau und Be­rufs­tä­tige. Over­sharing von Pri­va­tem? Nein, son­dern ein durch­or­ches­trier­tes Do­ku­ment ent­lang al­ler Lebens­be­reiche.

Was hier sehr deutlich wird: Pa­tri­ar­chat und Sexis­mus sind Glau­bens­sys­teme, ge­gen die nur Be­wusst­seins­bil­dung und Auf­klä­rung hel­fen. Un­ter die­sen Vor­zei­chen eine Part­ner­schaft auf Augen­höhe zur füh­ren, ar­gu­men­tiert Blaha, be­nö­tige die ak­tive Be­reit­schaft al­ler Be­tei­lig­ten, wo­mit klar wäre, dass Femi­nis­mus nie­mals nur Frauen­sache sein kann. Wie das mit der Part­ner­schaft auf Au­gen­höhe funk­tio­nie­ren und ein "Femi­nis­mus von un­ten" aus­se­hen könnte, er­klärt Bar­bara Blaha im Buch eben­falls. Es liegt noch ziem­lich viel Ar­beit vor uns.

Nach der Eroberung 

Wie Autokraten Medien kontrollieren
Posted by Wilfried Allé Wednesday, March 4, 2026 4:47:00 PM Categories: Gesellschaft Sachbücher/Politik Wirtschaft/Politik
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Wie Autokraten Medien kontrollieren, Insiderchronik der Übernahme unabhängiger Medien in Ungarn.

Herausgegeben von Wahrheitsperlen Verlag GmbH

ISBN: 9783982786704
Genre: Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft/Politik
Verlag: Wahrheitsperlen Verlag
Übersetzung: Eva Zador
Erscheinungsdatum: 01.03.2026
Empf. Lesealter: ab 18 Jahre
Umfang: 255 Seiten
Format: Taschenbuch
Preis: € 30,90
Kurzbeschreibung des Verlags

Das politische Sachbuch "Nach der Erobe­rung. Wie Auto­kra­ten Me­dien kon­trol­lieren. Insider­chro­nik der Über­nahme un­ab­hän­gi­ger Me­dien in Un­garn" er­zählt als ers­tes Buch in Deutsch­land von der sys­te­ma­ti­schen Gleich­schal­tung der un­ga­ri­schen Medien­land­schaft - ver­ur­sacht durch Vik­tor Orbáns poli­ti­sche Sys­tem, in ei­nem Mit­glied­staat der EU.
Der Autor, Àkos Tóth, der als Jour­na­list und Chef­re­dak­teur die­se Ent­wick­lung aus un­mit­tel­ba­rer Nähe er­lebte, er­läu­tert, wie die Über­nahme der Me­dien­land­schaft er­folgte, gibt Ein­blicke da­rü­ber, wie ei­ne Gene­ra­tion von Jour­na­lis­ten und Me­dien­unter­neh­men auf Linie ge­bracht wur­den und zeigt auf, wie es den­jeni­gen er­geht, die Wider­stand leisten.
Neben datenbasierten Marktanalysen schil­dert der Autor per­sön­li­che Er­fah­run­gen, wie etwa das Ver­schwin­den ei­ge­ner Re­dak­tio­nen, die in­nere Zer­ris­senh­eit ei­nes Be­rufs­stands im Wür­ge­griff der Macht. Er zeigt auf, mit wel­chen Mit­teln eine Macht, die keine Gren­zen mehr kennt, kri­ti­sche Stim­men zum Ver­stum­men bringt: von poli­ti­schem Druck über fi­nan­ziel­le Er­pres­sung und Ein­schüch­te­rung bis hin zu ei­nem Netz­werk von loya­len Funk­tio­nä­ren, zy­ni­schen Profi­teu­ren und aus­län­di­schen Eigen­tümern, die ihre Ver­ant­wor­tung leicht­fer­tig ab­geben. Die­ses Buch er­scheint als ein­dring­li­che War­nung an alle, die an Demo­kra­tie und freie Öf­fent­lich­keit glauben.

Über den Autor

Àkos Tóth, Jahr­gang 1968, ge­bo­ren in Un­garn. Er ist Jour­na­list, Redak­teur, ver­hei­ratet. Er war Res­sort­lei­ter und spä­ter stell­ver­tre­ten­der Chef­re­dak­teur der größ­ten un­ga­ri­schen Tages­zei­tung Népszabadság, an­schlie­ßend Chef­redak­teur der Wochen­zei­tung 168 Óra. Er ist Grün­dungs­redak­teur der Online-Zeit­schrift Jelen. Er ist Trä­ger zahl­rei­cher Aus­zeich­nun­gen, da­run­ter meh­re­re Népszabadság-Preise, der Bossányi-Preis, der Preis der Freien Pres­se so­wie der Táncsics-Preis. Ge­mein­sam mit dem Poli­to­lo­gen Zoltán Lakner ist er Mit­autor der Bände „Rendszerváltás“ (Die Wende) und „Volna itt egy ország“ (Es gäbe hier ein Land). Unter an­de­rem war er Heraus­geber des Ban­des „Frontsebészet“ (Front­chirur­gie), der die Re­gie­rungs­zeit des ehe­ma­li­gen Premier­minis­ters Gordon Bajnai auf­ar­bei­tet. Heute lebt er in Budapest.

Pressestimmen

Auszug aus der Kolumne von Prof. Paul Lendvai: "Gleich­zei­tig er­scheint die­ser Tage eine um­fas­sende und in die­ser Art bei­spiel­lose "Insider­chro­nik der ge­ziel­ten Über­nah­me un­ab­hän­gi­ger Me­dien in Ungarn" in deut­scher Spra­che, ver­fasst von dem füh­ren­den Jour­na­lis­ten Àkos Tóth, glän­zend über­setzt von Eva Zador und heraus­ge­ge­ben von dem deut­schen "Wahr­heits­perlen­ver­lag". Sie zeigt, dass das Schick­sal des "Klub­rádiós" nur die Spit­ze des Eis­ber­ges dar­stellt. Tóth war stell­ver­tre­ten­der Chef­redak­teur der links­libe­ra­len Tages­zei­tung Népszabadság und Chef­redak­teur der un­ab­hän­gi­gen Wochen­zei­tung 168 Óra. Beide Blät­ter wur­den im Zuge der Orbán­schen Flur­be­rei­ni­gung li­qui­diert. Dank sei­ner Kennt­nisse und Er­leb­nisse kann er die Sta­tionen der Ent­ste­hung des von der Re­gie­rung und ihres nahe­ste­hen­den Oli­garchen kon­trol­lier­ten un­ga­ri­schen Me­dien­rei­ches span­nend wie ei­nen Detek­tiv­roman be­schrei­ben. Das Buch Nach der Erobe­rung – Wie Auto­kra­ten Me­dien kon­trol­lie­ren zeigt die of­fi­ziel­le Heuche­lei vor dem Vor­hang und die bru­ta­le Ab­rech­nung mit un­bot­mä­ßi­gen Re­dak­teuren hin­ter den Kulis­sen. Es sollte als Pflicht­lek­türe zum Ver­ständ­nis der Ge­fahren die­nen, die auch im Wes­ten die Medien­frei­heit be­drohen." (Der Standard, 03.03.2026)

Leseprobe ->

BLACKOUT - Morgen ist es zu spät 

Premiumausgabe
Posted by Wilfried Allé Monday, March 2, 2026 10:06:00 AM Categories: Belletristik/Krimis Spionage Thriller
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Roman - Der spannendste Wissenschaftsthriller und Megabestseller jetzt als Premiumausgabe – mit einer exklusiven Kurzgeschichte von Marc Elsberg und weiteren Extras!

ISBN: 9783764507947
Genre: Belletristik/Krimis, Thriller, Spionage
Verlag: Blanvalet
Erscheinungsdatum: 25.10.2021
Umfang: 896 Seiten
Format: Hardcover
Preis: € 25,70
Kurzbeschreibung des Verlags

Der Megaseller als Premium­aus­gabe mit vie­len Ex­tras und einer ex­klu­si­ven Kurz­ge­schichte, die 10 Jahre nach dem to­ta­len Black­out beginnt ...

Immer wieder kommt es vor: Es gibt einen Strom­aus­fall, und plötz­lich geht nichts mehr. Meist kommt der Strom nach eini­ger Zeit wie­der und al­les ist gut. Was, wenn das mal nicht so wäre? Marc Els­berg hat das Sze­na­rio in ei­nem atem­be­rau­ben­den Thril­ler aus­ge­malt und da­mit be­reits Mil­lio­nen Leser­*innen be­geis­tert. Fast 200 Wochen stand der Thril­ler auf der SPIEGEL-Best­sel­ler­liste. Von Bild der Wis­sen­schaft zum span­nends­ten Wis­sens­buch ge­kürt, von der Presse hoch­ge­lobt und jetzt auch noch mit Moritz Bleib­treu in der Haupt­rolle als Serie ver­filmt.

Blackout ist ein Phänomen und das schon seit fast zehn Jahren
– Grund genug es als aufwändig aus­ge­stat­tete Pre­mium­aus­gabe zu ver­öf­fent­li­chen. Ex­per­ten wie Ranga Yogesh­war, oder der Prä­si­dent des Bun­des­amtes für Be­völ­ke­rungs­schutz und Katas­trophen­hilfe Armin Schuster mel­den sich zu Wort. In ei­nem Inter­view mit Marc Els­berg und den Machern der Block­buster­serie kön­nen wir von den Pro­ble­men le­sen, die die Ver­fil­mung in Zei­ten von Coro­na be­rei­tet hat. Ex­klu­sive Bil­der aus der Serie fin­det man hier eben­so wie ein paar Re­zep­te für den nächs­ten Black­out. Und eine ex­klu­si­ve Kurz­ge­schichte, die er­zählt, wie es weiter­geht …

„800 Thriller-Seiten vom Feinsten, auf denen Els­berg es ver­steht, ein er­schre­cken­des und er­schre­ckend rea­lis­ti­sches Bild eines Black­outs zu zeichnen.“ ntv.de

Lesen Sie auch den aktuellen Thriller von Marc Els­berg: °C - Celsius! Ein Klima­thril­ler, der alles auf den Kopf stellt.

Über den Autor

Der Meister des Science-Thril­lers, Marc Els­berg, wurde 1967 in Wien ge­bo­ren, ar­bei­te­te als Stra­te­gie­be­ra­ter und Krea­tiv­direk­tor für Wer­bung in Wien und Ham­burg so­wie als Kolum­nist. Sein ers­ter Roman "Black­out" avan­cier­te schlag­ar­tig zum Best­sel­ler und war über 194 Wo­chen auf der SPIEGEL-Best­sel­ler­liste zu fin­den. Mit "Zero" und "Helix" konnte der Schrift­stel­ler an den Debüt-Er­folg an­knüp­fen. Zu­letzt er­schie­nen die bei­den Thril­ler "Gier" sowie "Der Fall des Prä­si­den­ten", wel­cher mit dem Ebner-Stolz-Wirt­schafts­krimi­preis aus­ge­zeich­net wurde. 2021 wer­den mit "Black­out" und "Zero" gleich zwei von Els­bergs Best­sel­lern im deut­schen Fern­sehen aus­ge­strahlt. Marc Els­berg lebt und ar­beitet in Wien.

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