„Gleicher Lohn für gleiche Arbeit klingt selbstverständlich, ist es aber noch immer nicht. Frauen verdienen in Österreich nach wie vor weniger als Männer. Solange Frauen nicht wissen, wie ihre Arbeit im Vergleich zu jener ihrer Kollegen bewertet und bezahlt wird, bleibt Lohngerechtigkeit schwer durchsetzbar. Schluss damit – wir fordern Lohntransparenz jetzt!“, so Marina Hanke, Vorsitzende der Wiener SPÖ Frauen.
Gleicher Lohn braucht klare Regeln. Diese Regeln sind seitens der EU bereits 2023 als Entgelttransparenzrichtlinie auf den Weg gebracht worden. Allerdings haben einzelne Mitgliedsstaaten diese Richtlinie in die Praxis nach wie vor nicht in Anwendung bzw. umgesetzt. Auch Österreich gehört zu jenen Ländern, die seit 3 Jahren in der Umsetzung säumig sind.
In der EU-Entgelttransparenzrichtlinie ist Lohntransparenz - man könnte sagen der Gamechanger - niedergeschrieben. Lohntransparenz ist ein wirksames Instrument gegen Diskriminierung und ein wichtiger Hebel für mehr wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen. Wer Gleichstellung ernst meint, muss auch für faire Bezahlung sorgen. Frauen in Österreich verdienen nach wie vor weniger als Männer. Die Gründe dafür sind vielfältig: traditionelle Rollenbilder, Teilzeitbeschäftigung aufgrund von Betreuungsarbeit, aber auch strukturelle Benachteiligungen und mangelnde Transparenz bei Gehältern. Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie setzt genau an diesem Punkt an und schafft die Voraussetzungen, um bestehende Ungleichheiten sichtbar zu machen und wirksam zu bekämpfen.
Für öffentliche Arbeitgeber gilt die EU-Entgelttransparenzrichtlinie auch ohne Umsetzung unmittelbar. Für private Arbeitgeber gilt die EU-Entgelttransparenzrichtlinie nicht unmittelbar, sie beeinflusst aber ab dem 8. Juni 2026 maßgeblich die Auslegung des nationalen Arbeitsrechts.
mehr ->
Fairer Lohn braucht Transparenz.
Mit deiner Unterschrift setzt du ein starkes Zeichen ->