Posted by Wilfried Allé
Wednesday, April 15, 2026 1:07:00 PM
Wie umgehen damit?
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Durch die Blockade der Straße von Hormus brechen Lieferketten für Öl, Gas und wichtige Vorprodukte ein – mit dramatischen Folgen für Preise, Versorgung und wirtschaftliche Stabilität. Der Preisschock wird nicht nur die Energieversorgung, sondern auch die Düngemittelerzeugung, die Landwirtschaft und die Industrie betreffen.
Global sehen wir bereits eine tiefe Spaltung: Reiche Länder sichern sich knappe Ressourcen, während ärmere Regionen mit echten Engpässen – etwa bei Nahrungsmitteln – konfrontiert sind. Die UNO befürchtet, dass die Folgen des Krieges mehr als 30 Millionen Menschen in die Armut treiben könnten.
Krisenprofite entstehen nicht nur durch Knappheit, sondern durch Marktmacht und mangelnde Regulierung. Spekulation an den Finanzmärkten verschärft die Preisanstiege weiter. Während die breite Mehrheit unter steigenden Lebenshaltungskosten leidet, profitieren die Reichsten als Aktionär*innen der fossilen Konzerne und der Rüstungsindustrie.
Als kurzfristige Reaktion setzen die Regierungen auf Energiesparen und preisdämpfende Maßnahmen, zumeist mittels Subventionen oder Steuersenkungen. In Asien (z. B. Indien, Japan, Südkorea) gibt es Fahrverbote, Rationierung und teils Rückgriff auf Kohle, in afrikanischen Staaten Stromrationierungen.
Der Krieg offenbart erneut, wie abhängig wir von Öl, Gas und Konzernen sind. Die grundlegende Lösung kann nur darin liegen, die fossile Abhängigkeit verstärkt zu reduzieren, besser noch zu beenden.
Der weltweite Energieschock steht bevor. Wie damit umgehen? Was nun passieren muss ->