Erfahrung nutzen, Chancen schaffen
Posted by Wilfried Allé
Friday, January 16, 2026 6:35:00 PM
Rate this Content
0
0 Votes
Sozialministerin Korinna Schumann hat einen neuen Meilenstein in der Arbeitsmarktpolitik gesetzt. Denn Arbeit ist mehr als ein Einkommen: Sie bedeutet Teilhabe, Struktur und Selbstwert. Ein Jobverlust ist daher oft besonders belastend – insbesondere für ältere Personen. Mit der Aktion 55+ bekommen im Jahr drei- bis sechstausend Arbeitssuchende über 55 Jahren, die schon lange vergeblich einen Job suchen, einen neuen Arbeitsplatz.
mehr ->
Posted by Wilfried Allé
Thursday, December 18, 2025 8:09:00 PM
Rate this Content
0
0 Votes
Die Arbeitslosigkeit in Österreich steigt seit einem Jahr beständig an und ist mittlerweile höher als vor der Corona-Pandemie. Bereits mehr als 370.000 Arbeitssuchende sind beim AMS vorgemerkt. Über 47 Prozent der Arbeitssuchenden verfügen nur über einen Pflichtschulabschluss. Gleichzeitig wächst der Fachkräftebedarf in vielen Branchen weiter an. Fachkräfte fehlen in Technik, Bau, Pflege, Gesundheitswesen, Elementarpädagogik, IT, Transport, Bildung und nicht zuletzt fehlen Fachkräfte, die eine klimagerechte Energiewende umsetzen können.
Zum jetzt schon bestehenden Fachkräftebedarf kommt in den nächsten Jahren - jedenfalls bis 2030 - die Pensionierung der Baby-Boomer-Generation. Jene 660.000 Arbeitnehmer:innen, die jetzt 55 Jahre und älter sind, werden in den nächsten Jahren den Arbeitsmarkt verlassen. Besonders in den systemrelevanten Branchen ist der Ersatzbedarf enorm. Als systemrelevant gelten laut WIFO Branchen, die wir alle brauchen, damit unser Alltag funktioniert. Diese reichen vom Handel, IT, Banken, Schulen, Medien, Ernährung, Wasser/Abfall, Energieversorgung, Pflege über das Gesundheitswesen zum Transport und zur Kinderbetreuung.
Die Lage am Arbeitsmarkt erfordert politisches Gegensteuern und Handeln. Dabei geht es weniger um ein „klassisches Konjunkturpaket“, wie das Baukonjunkturpaket vom Frühling 2024 oder die kürzlich beschlossene Verdoppelung des Investitionsfreibetrags, sondern darum, dass die negativen Beschäftigungseffekte der Konsolidierung adressiert werden. Nach der Stabilisierung der Beschäftigung braucht es mittelfristig zusätzliche strukturelle Maßnahmen, die hohe Beschäftigungseffekte haben und Beschäftigte in besser bezahlte, produktivere oder gesellschaftlich wertvolle Jobs bringen.
Wenn es keine Anstrengungen gibt, um den Verbleib älterer Arbeitnehmer:innen im Beruf bis zum Pensionsantritt gesund zu ermöglichen, wird sich der Fachkräftebedarf, der durch den Abgang der geburtenstarken Jahrgänge ohnehin erwartbar ist, nur weiter vergrößern. Für den österreichischen Arbeitsmarkt und ganze Branchen würde ein Nichtstun zu einer Katastrophe führen. Deswegen fordert Ines Stilling, Bereichsleiterin Soziales, AK Wien: „Jetzt ist die Zeit für mutige Entscheidungen und zukunftsweisende Investitionen. Unser Maßnahmenpaket soll schnellstmöglich umgesetzt werden, damit sich der österreichische Arbeitsmarkt nachhaltig positiv entwickeln kann.“
Finanzierung wäre möglich und wohlstandsfördernd
Österreich konsolidiert derzeit das Budget. Das ist allerdings eine mittelfristige Herausforderung. Auch die reformierten EU-Fiskalregeln lassen Spielräume im hohen dreistelligen Millionenbereich, deren kurzfristige Nutzung die Konsolidierung nicht gefährden würde. Gemessen an der aktuellen Arbeitsmarktlage sollten diese Mittel gezielt für den Beschäftigungsausbau eingesetzt werden.
Mittelfristig sollte der Spielraum konjunkturschonend durch weitere einnahmenseitige Maßnahmen gestärkt werden. Insbesondere eine Erbschaftssteuer kommt hierfür infrage: Selbst mit hohen Freibeträgen lägen die jährlichen Einnahmen derzeit bei über einer Milliarde Euro und würden mit dem steigenden Erbvolumen bis 2050 entsprechend steigen. Damit könnten etwa die steigenden Pflegeausgaben gedeckt werden. Auch für die notwendigen Klimainvestitionen sind Finanzierungsmöglichkeiten vorhanden oder können geschaffen werden – von einer höheren Lkw-Maut über staatliche Garantien und Kredite für den Netzausbau bis hin zur Einführung eines europäischen Klimainvestitionsfonds. Deutschland zeigt mit seinem „Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität“, dass in der aktuellen Situation neue Finanzierungsmöglichkeiten geschaffen werden sollten.
https://www.awblog.at/Wirtschaft/Vollbeschaeftigung-in-weiter-Ferne-Zur-neuen-WIFO-Prognose
21. August 2025 | Dagmar Andree
Posted by Wilfried Allé
Monday, August 25, 2025 9:29:00 AM
Rate this Content
0
0 Votes
Unternehmen verursachen jährlich 600 bis 700 Millionen Euro Kosten in der Arbeitslosenversicherung durch „Zwischenparken“ von Beschäftigten. Betroffene müssen sich beim Arbeitsmarktservice (AMS) melden, verlieren einen großen Teil ihres Einkommens und in der Folge „gute“ Versicherungszeiten für die Pension. Diese Praxis hebt die Arbeitslosenquote um rund einen Prozentpunkt. Höchste Zeit, dass hier die Arbeitsmarktpolitik aktiv eingreift.
Zum gesamten Beitrag ->
In Zeiten 'Klamme Kassen' sind Ungleichbehandlungen noch deutlicher zu spüren als es sonst der Fall war und ist. Dass dieses Modell für bestimmte Gruppen gegenüber den restlichen Versicherten einen Vorteil ergibt, hat noch lange keinen Anspruch auf Weiterführung. (Anm. Wilfried)
Gerechtigkeit muß sein!
Wiener Joboffensive
Posted by Wilfried Allé
Thursday, April 25, 2024 9:07:00 AM
Rate this Content
0
0 Votes
Am Arbeitsmarkt in Wien gibt es derzeit zwei Trends: Einerseits entwickelt sich die Beschäftigung nach wie vor positiv. Auf der anderen Seite steigt die Arbeitslosigkeit weiter. Im März waren 154.573 Personen arbeitslos oder in Schulungen. Dieser Tatsache sowie dem herrschenden Fachkräftemangel widmete sich gestern, Mittwoch, die Messe „Wiener Joboffensive“ im Rathaus. Rund 3.000 Besucher*innen waren dabei.
Die Veranstaltung brachte Arbeit Suchende und Unternehmen zusammen. 24 renommierte Unternehmen wie ÖBB oder Spar sowie mehrere Abteilungen der Stadt präsentierten zirka 1.200 Jobs für Wiener*innen über 50 sowie 1.600 Ausbildungsplätze mit Job-Garantie für Jobsuchende jeden Alters. Denn besonders viele junge Wiener*innen im Alter von 15 bis 24 Jahren wie auch Über-50-Jährige sind von Arbeitslosigkeit betroffen. Die vorgestellten Berufsbilder reichen von Verwaltung und Handwerk über Gesundheit und Soziales bis hin zu Technik.
Neben der „Wiener Joboffensive“ arbeitet die Stadt Wien intensiv mit AMS Wien und waff zusammen. Programme wie „Jobs PLUS Ausbildung“ bieten vielen Menschen die Chance auf berufliche Veränderung. Neben einer kostenlosen Ausbildung in Schlüsselbranchen ist auch eine Fixanstellung in einem Unternehmen vorgesehen.
Beschäftigung, Erfolgserlebnisse und Wertschätzung statt Langzeitarbeitslosigkeit
Posted by Wilfried Allé
Tuesday, April 23, 2024 10:07:00 AM
Rate this Content
0
0 Votes
Seit gut einem Jahr steigt die Arbeitslosigkeit wieder an und hat im März 2024 einen Höhepunkt erreicht. Besonders ältere und gesundheitlich beeinträchtigte Menschen sind häufig langfristig von Erwerbsarbeit ausgeschlossen. Das hat negative materielle, sozialpsychologische und soziale Konsequenzen. Die Idee der Arbeitsplatzgarantie geht davon aus, dass alle, die wollen, auch arbeiten können und dass ungedeckter Bedarf an Arbeit in Arbeitsplätze gegossen werden kann. Das Modellprojekt einer Arbeitsplatzgarantie in Marienthal hat gezeigt, dass das möglich ist, und sollte daher dauerhaft zur Verfügung stehen.
Nach wie vor spielt Erwerbsarbeit für Menschen eine wichtige Rolle. Sie soll das materielle Auskommen sichern und sozialstaatliche Sicherungsleistungen sind maßgeblich daran gebunden. Aber auch soziale Teilhabe ist für Menschen im erwerbsfähigen Alter primär an Erwerbsarbeit geknüpft. Arbeitslosigkeit hingegen hat vielfältige negative sozialpsychologische Folgen für Betroffene. Derzeit ist Arbeitslosigkeit ein gravierendes gesellschaftliches Problem und zu viele Menschen bleiben langfristig von Erwerbsarbeit ausgeschlossen.
https://www.awblog.at/Arbeit/Drei-Jahre-Arbeitsplatzgarantie-in-Marienthal
Posted by Wilfried Allé
Wednesday, January 29, 2020 3:19:00 PM
Rate this Content
0
0 Votes
Weil ja immer wieder zu hören und zu lesen ist: "Wer Arbeit sucht, findet auch welche!"
Um rund 50.000 offene Arbeitplätze 'keilen' zwischen 350.000 bis 450.000 Arbeitssuchende.
Kann es womöglich sein, dass uns da wer ein G'schichtl erzählt?
Egal ob es beginnt mit:
Wer sucht, findet ...
Aufstehen in der Früh tun nur die Kinder, wenn sie ...
usw. usf.
Eine Grafik sagt mehr als tausend Worte!

Posted by Wilfried Allé
Thursday, June 6, 2019 11:20:00 AM
Rate this Content
0
0 Votes
Die Langzeitarbeitslosigkeit in Österreich ist trotz des Wirtschaftsaufschwungs 2018 nur wenig gesunken und weit davon entfernt, das niedrigere Niveau vor der Krise zu erreichen. Geförderte öffentliche Beschäftigung ist notwendig, um langzeitarbeitslosen Menschen wieder auf Dauer eine positive Lebensperspektive zu geben. Eine sogenannte „Jobgarantie“ – konzeptuell eine umfassende Weiterentwicklung der Aktion 20.000 – kann das leisten und ist auch finanzierbar. mehr ->
Dagegen anzutreten ist nie zu spät!
Posted by Wilfried Allé
Sunday, May 27, 2018 4:12:00 PM
Rate this Content
0
0 Votes
Rechte Regierungen schrecken auch in Ländern mit einer starken Gewerkschaftsbewegung nicht davor zurück historisch gewachsene Einrichtungen zu schwächen, die den ArbeitnehmerInnen zugutekommen. Die nordischen Länder galten lange Zeit als Paradies für gute und stabile Arbeitsbeziehungen, nicht zuletzt dank starker Gewerkschaften. Seit Ende der 1990er-Jahre haben aber auch die Gewerkschaften in Schweden und Dänemark mit erheblichen Mitgliederverlusten zu kämpfen – auch aufgrund einer aggressiven Politik rechter Regierungen. Ähnliche Angriffe marktliberaler Kräfte auf gewerkschaftliche und sozialpartnerschaftliche Institutionen sind derzeit vermehrt auch in Österreich zu beobachten.
Hört man 'jenseits des Gartenzauns' hinein, also in die marktwirtschaftlichen Gremien wie Wirtschaftskammer (WK), Industriellenvereinigung (IV) oder deren Think Tanks (Agenda Austria), erfährt man - meist hinter vorgehaltener Hand - es gilt das „Monopol“ der Gewerkschaften zu brechen. Die Vorgehensmodelle sind meist unterschiedlich, aber wie zu erkennen ist, gut voranschreitend. Erfolgreich sind sie für die Seite der Arbeitgeber und des Kapitals und im Gegenzug dazu nachteilig für die Gemeinschaft der Arbeitnehmer. Und weil diese Entwicklungen teils langsam und auf 'leisen Sohlen' von statten gehen, schreiten sie nahezu unbehelligt und medial vernachlässigt ständig voran. Es ist an der Zeit, diese negativen Entwicklungen endlich zu erkennen, zu benennen und folglich gegenzusteuern. Besser früher als später. Auch wenn es schon spät ist. Aber es ist nie zu spät! mehr ->
Posted by Wilfried Allé
Wednesday, March 28, 2018 10:43:00 PM
Rate this Content
0
0 Votes
Wer wenig Beschäftigungszeit hat, erhält nur kurz Arbeitslosengeld
Zwei Faktoren bestimmen die Dauer des Arbeitslosengeldes: die Beschäftigungszeit und das Alter. Wer weniger lang arbeitslosenversicherungspflichtig beschäftigt war, bekommt kürzer Arbeitslosengeld. Erst mit langer Beschäftigungsdauer und ab dem 40. oder 50. Lebensjahr kann man länger Arbeitslosengeld erhalten.
Quelle: eigene Darstellung Arbeit & Wirtschaft Blog.
Konkret bedeutet das …
- Eine 19-jährige Arbeitslose: Sie hat nach der Matura eine Ausbildung gemacht und danach ein Jahr gearbeitet. Nach Ende der Befristung meldet sie sich beim AMS arbeitslos. Sie erhält für 20 Wochen Arbeitslosengeld.
- Ein 31-jähriger Arbeitsloser mit abgeschlossener Kfz-Lehre, hat 15 Jahre gearbeitet. Der Arbeitgeber kündigt ihn. Er erhält Arbeitslosengeld für 30 Wochen.
- Eine 42-jährige Arbeitslose hat nach ihrem Studium 12 Jahre lang Vollzeit gearbeitet. Sie hat ein Kind bekommen und nach der Karenz die letzten drei Jahre Teilzeit gearbeitet. Sie tritt berechtigt vorzeitig aus, da die Firma ihr den Lohn schuldig bleibt. Sie bekommt Arbeitslosengeld für 39 Wochen.
- Ein 52-jähriger Arbeitsloser hat bei verschiedenen Firmen insgesamt 28 Jahre unselbständig gearbeitet. Er löst die Beschäftigung einvernehmlich aus gesundheitlichen Gründen auf und erhält Arbeitslosengeld für 52 Wochen.
mehr ->
Posted by Wilfried Allé
Wednesday, March 28, 2018 9:46:00 PM
Rate this Content
0
0 Votes
Jenen Personen mit kurzer Beschäftigungszeit und damit kurzem Arbeitslosengeldanspruch (also 20 bzw. 30 Wochen) wird in der anschließenden Notstandshilfe (die 92 % bzw. 95 % des vorhergehenden ALG-Bezugs beträgt und gebührt wenn eine „Notlage“ vorliegt) nach 6 Monaten die Leistung gekürzt. Sie fällt auf die Höhe des Ausgleichszulagenrichtsatzes oder auf die Höhe des Existenzminimums.
Konkret bedeutet das …
- Nach 20 Wochen Arbeitslosengeldbezug mit einem täglichen Arbeitslosengeld-Tagsatz von € 35,- / € 1.050,- pro Monat (berechnet aufgrund eines Bruttomonatseinkommens von € 1.945,-) bezieht ein alleinstehender Arbeitsloser Notstandshilfe in Höhe von € 32,20 pro Tag / € 966,- pro Monat.
Jemand anderer bezieht für 20 Wochen ein Arbeitslosengeld mit einem Tagsatz von € 54,49 / rd. € 1.345,- pro Monat (berechnet aufgrund eines Bruttomonatseinkommens von € 3.985,-) und danach eine Notstandshilfe in Höhe von € 50,13 / rd. € 1504,- pro Monat.
Bei beiden wird nach sechs Monaten Notstandshilfebezug der Tagsatz auf € 30,31 / rd. € 909,- pro Monat gekürzt.
- Nach 30 Wochen Arbeitslosengeldbezug mit einem Tagsatz von € 42,33 / rd. € 1.270,- mtl. (berechnet aufgrund eines Bruttomonatseinkommens von € 2.900,-) bezieht eine alleinstehende Arbeitslose Notstandshilfe in Höhe von € 38,94 / rd. € 1.168,- pro Monat. Nach sechs Monaten Notstandshilfebezug wird der Tagsatz auf € 35,33 / rd. € 1.060,- mtl. gekürzt.
mehr ->