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Alle Lifte und Pisten in Niederösterreich, Wien und Burgenland. Mit Loipen-Tipps und Steiermark-Teil

Wolfgang Kralicek

EAN: 9783854395140
Genre: Reisen/Reiseführer/Europa
Umfang: 256 Seiten
Format: Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum: 22.02.2016
Verlag: Falter Verlag
Preis: € 22,90

 

Kurzbeschreibung des Verlags:

Wer den Schlepplift nicht ehrt, ist die Ski­schau­kel nicht wert: Die­ses Buch ist ein Plä­doyer für Ski­fah­ren in Ost­öster­reich. Es rich­tet sich an Win­ter­sport­be­geis­terte, die ihren Sport regel­mäßig aus­üben wol­len oder im Win­ter öfter mal nach ei­nem Wochen­end­pro­gramm für sich und ihre Kin­der su­chen. Wer das Buch ge­le­sen hat, wird stau­nen, wie viele Mög­lich­kei­ten es da­für in Öster­reichs Ost­re­gion gibt.
Ski fahren, das ist für viele skibe­geis­terte Wie­ner­innen und Wie­nern der all­jähr­liche Ski­ur­laub in hoch­al­pi­nen Re­gio­nen, in Kitz­bühel, Schlad­ming oder Lech am Arl­berg etc. Da­bei liegt der Schnee vor ihrer Haus­tür. Nicht ein­mal eine Stunde Auto­fahrt ist es von der Haupt­stadt bis zu den Bergen.
Wien ist kein Wintersportort, aber die Pisten sind näher als man denkt.
Die Ski- und Langlaufregionen Nieder­öster­reichs so­wie die un­mit­tel­bar an­gren­zen­den Ge­biete der Steier­mark wer­den an­hand des Guides prä­sen­tiert, in ihrer lo­ka­len Viel­falt dar­ge­stellt und für Touris­ten, ins­be­son­dere aus dem Groß­raum Wien, er­leb­bar gemacht.

FALTER-Rezension

Auch Marcel Hirscher fuhr am Babylift

Rund um Wien gibt es 74 Lifte und 200 Pisten­kilo­meter. Das beste dran: Ski­fahren ist dort so­gar leistbar

Richtig alpin, sagt Lukas Weghofer, fahre er am liebsten am Arl­berg. In Stuben. Weni­ger, weil in dem klei­nen Berg­dorf in den 1930er-Jahren der Grund­stein zum mo­der­nen Ski­lauf ge­legt wurde, son­dern weil Stuben nicht Lech ist. Also kein Life­style-Hot­spot, son­dern ein „Ski­fahrer­ort“. Denn ums Ski­fah­ren geht es Lukas Weg­hofer. „Das liegt in mei­nen Genen“, sagt er. Oder zu­min­dest in der Familie.

Denn als 1986 der „Schiklub Wiesen“ ge­grün­det wurde, war Weg­hofers Fami­lie feder­füh­rend da­bei: Die Oma war Kas­sie­rerin, be­treute den Renn­kader und führte die Ski­hütte. Die Mut­ter über­nahm – und vor drei Jah­ren wurde Weg­hofer Ver­eins­prä­si­dent. Dass er da erst 19 Jahre alt war, be­ach­tete nie­mand. Weil etwas an­deres ins Auge stach: Wie­sen liegt im Bur­gen­land. Dass es auch dort Ski­fans gibt, ver­wun­dert nicht. Aber eine Ski­hütte? „Ja“, lacht Weg­hofer, „wir haben ja auch ei­nen Pis­ten­bully und Schnee­ge­räte – wie sol­len wir sonst die Piste prä­pa­rieren?“

Skifahren im Burgenland ist kein Witz. Vor­letzte Sai­son lief der Wie­se­ner Lift sie­ben Wo­chen. Rekord. 2018 konnte man ab Mit­te Feb­ruar be­schneien: „Zwei Wo­chen Son­nen­ski­lauf!“ Der Wie­se­ner Schlepp­lift ist 300 Meter lang. Die Tal­sta­tion liegt auf 340, die Berg­sta­tion auf 380 Me­tern. Zum Schnee­schnup­pern reicht das. Sa­gen die mehr als 1000 Vereins­mit­glie­der. Mit­glied kann je­der wer­den. Die Mit­glieds­karte ist die Lift­karte. Kos­ten: 27 Euro. Für die ganze Saison.

Wiesen ist nicht der einzige Skiort im Burgen­land: Kuk­mirn hat einen Lift. Retten­bach zwei. Das Eti­kett „Ski­zen­trum“ passt dennoch: Retten­bach ist bei Gras­ski­fah­rern welt­be­rühmt. 2009 fand hier die WM statt. Im Win­ter rut­schen dann Kin­der über Schnee – wenn es ihn gibt.

„Skigebiete“ wie im Burgen­land gibt es in Öster­reich zu­hauf. Im Winter­sport­uni­versum fir­mie­ren sie als „Wirts­haus-“ oder „Bürger­meister­lifte“, er­klärt Markus Redl. Der Ge­schäfts­füh­rer der Nie­der­öster­rei­chi­schen Berg­bahnen (die unter ande­rem Lifte am Hoch­kar, in Anna­berg und in St. Corona am Wech­sel be­treibt) meint gar nicht hä­misch: „Für die Lust am Ski­fah­ren spie­len diese Kleinst­an­lagen eine zen­trale Rolle“.

Nicht nur Redl sieht das so: „Uns fehlen lang­sam die klei­nen, kur­zen Dorf­lifte, wo man schnell nach der Schule trai­nie­ren kann“, zi­tierte Wolf­gang Kra­li­cek 2016 ÖSV-Her­ren­chef­trainer Andreas Puelacher in „Ski­fahren in Ost­öster­reich“ (siehe Info-Spalte auf Seite 45). Krali­cek be­schreibt in die­sem Standard­werk aus dem Fal­ter Ver­lag nicht nur „Klas­si­ker“ wie Hoch­kar, Sem­me­ring und Stuhl­eck, son­dern noch den kleins­ten „Flie­gen­den Tep­pich“: „Auch Marcel Hir­scher ist einmal Baby­lift gefahren.“

Setzt man den Anfahrtsweg auf maxi­mal 120 Minu­ten ab Wien, fin­den sich in Nie­der­öster­reich 21 Klein-Ski­ge­biete: 29 Lifte. Knapp 37 Pis­ten­kilo­meter. Tages­kar­ten zwi­schen neun und 27 Euro. Zählt man die „Großen“ (Hoch­kar, Lacken­hof, Sem­me­ring, Anna­berg, Mönich­kir­chen, Puch­berg oder Sankt Coro­na am Wech­sel etwa) da­zu, er­gibt das 74 Lifte und 191 Pis­ten­kilo­meter. Nörd­lich von Bratis­lava, in den klei­nen Kar­pa­ten gibt es in Pezinska Baba noch ein­mal zwei Lifte und drei Pisten.

Sicher: Wer hochalpines High-End-Skifah­ren sucht, wird da ent­täuscht wer­den. Aber da­rum geht es ja nicht. Nicht, wenn man mit Kin­dern unter­wegs ist. Nicht, wenn man we­der 50-Euro-Tages­kar­ten noch 14-Euro-Germ­knödel sucht. Nicht, wenn man spü­ren will, was Ski­fah­ren auch sein kann: Ein­fach – und schön. Da­rum pos­tu­liert Krali­cek in sei­nem Buch auch eine zen­tra­le Bot­schaft des Win­ter­sports: „Der Schlepp­lift ist dem Men­schen zumutbar.“

Thomas Rottenberg in Falter 3/2019 vom 2019-01-18 (S. 44)

Leserstimmen

Genau das Buch, das ich gesucht habe! Perfekt! (Julia K., Wien)
Phantastisch beschrieben, wenn ein­mal der Schnee kommt, gut zu ge­brauchen. (Michael S., Schwadorf)
Sehr praktisch + alles da, was man wis­sen sollte (Robert M., Vösendorf)

Posted by Wilfried Allé Friday, November 26, 2021 11:48:00 PM Categories: Reisen/Reiseführer/Europa
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