AZ-Neu

 

Unverdiente Ungleichheit

Statistics

  • Entries (367)
  • Comments (7)

Categories

Posted by Wilfried Allé Thursday, January 22, 2026 10:15:00 AM

Wie der Weg aus der Erbengesellschaft gelingen kann

Rate this Content 0 Votes

von Martyna Linartas

ISBN: 9783498007355
Genre: Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft
Verlag: Rowohlt
Erscheinungsdatum: 15.04.2025
Umfang: 320 Seiten
Format: Hardcover
Preis: € 24,70
Kurzbeschreibung des Verlags

In kaum einem anderen westlichen Land ist Ver­mö­gen so un­gleich ver­teilt wie in Deutsch­land. Die Schere geht im­mer wei­ter auf – auf­grund stei­gen­der Mie­ten und Le­bens­mit­tel­preise, weil heut­zu­tage je­der Paket­zu­stel­ler pro­zen­tual mehr von sei­nem Lohn ab­gibt als ein Mil­liar­där, aber auch, weil Steu­ern auf Ver­mö­gen run­ter­ge­schraubt wer­den und die Rei­chen un­auf­hörl­ich rei­cher wer­den. Die­se Un­ge­rech­tig­keit ist ge­sell­schaft­li­ches Dyna­mit. Reich­tum durch Ar­beit? Fast un­mög­lich. Je­der ist sei­nes Glückes Schmied? Nur im Mär­chen. Deutsch­land ist zu ei­ner Ge­sell­schaft ver­kom­men, in der Reich­tum in der Fa­mi­lie bleibt.

Martyna Linartas seziert in ihrer hell­sich­ti­gen und fun­dier­ten Ana­ly­se das po­li­ti­sche Tabu­thema un­se­rer Zeit: Dass wir die Rei­chen nicht be­steu­ern, ge­fähr­det un­se­ren Wohl­stand, un­se­re Um­welt und un­se­re Demo­kra­tie. Sie schöpft aus ex­klu­si­ven Inter­views mit der mäch­ti­gen Wirt­schafts­elite über Un­gleich­heit und das Zu­sam­men­spiel von Wirt­schaft und Poli­tik, zeigt im his­to­ri­schen Auf­riss, wie eine Be­steu­e­rung von Über­rei­chen funk­tio­nie­ren kann, und gibt uns al­le Ar­gu­men­te an die Hand, um jetzt zu handeln.

FALTER-Rezension

Georg Renöckl in FALTER 33/2025 vom 13.08.2025 (S. 28)

Lidl-Boss Dieter Schwarz besitzt über 40 Mil­li­ar­den Euro. Um das mit ei­nem Mo­nats­ge­halt von ei­ner Mil­lion zu ver­die­nen, bräuchte man 3400 Jahre.
Politikwissenschaftlerin Martyna Linartas spricht hier von "Über­reich­tum". Durch ih­ren poli­ti­schen Ein­fluss zah­len Über­rei­che viel weni­ger Steu­ern als Nor­mal­ver­die­ner, durch Ren­di­ten ver­dop­peln sie ihr Ver­mö­gen locker alle zehn Jah­re. Ver­mö­gen wird in Deutsch­land und wohl auch in Öster­reich nicht er­ar­bei­tet, son­dern ver­erbt. Bil­dung kann die un­gleich ver­teil­ten Chan­cen längst nicht mehr aus­glei­chen. Für die Auto­rin gibt es nur eine Lö­sung: Über­rei­che müs­sen an­ge­mes­sene Ver­mö­gens- und Erb­schafts­steu­ern be­zah­len. Die jüngs­ten glo­ba­len Ent­wick­lun­gen unter­stüt­zen ihre These, wo­nach un­sere Demo­kra­tien an­dern­falls zur Farce verkommen.

Comments

https://www.az-neu.eu/unverdiente-ungleichheit