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    <title>Was wir hier empfehlen ...</title>
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      <title>Here Comes the Sun</title>
      <description><![CDATA[<p>von <em><a href="https://shop.falter.at/search/?name=Bill McKibben" target="_blank">Bill McKibben</a></em> <em> </em></p>

<p><a href="https://images.thalia.media/00/-/b3519bfc0e2b4e52bfb7fedc8a151ae4/here-comes-the-sun-gebundene-ausgabe-bill-mckibben-englisch.jpeg" target="_blank"><img alt="" height="294
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<table class="data-table falter-responsive-table" id="product-attribute-specs-table">
	<tbody>
		<tr class="first odd">
			<td>ISBN:</td>
			<td class="data last"><span>9781324106234</span></td>
		</tr>
		<tr class="first odd">
			<td>Sprache:</td>
			<td class="data last"><span>Englisch</span></td>
		</tr>
		<tr class="even">
			<td>Themen:</td>
			<td class="data last"><a href="https://shop.falter.at/buecher/geographie-umwelt" target="_blank"><em>Geowissenschaften, Geographie, Umwelt, Planung</em></a><br />
			<a href="https://shop.falter.at/buecher/geographie-umwelt/umwelt" target="_blank"><em>Umwelt</em></a><br />
			<a href="https://shop.falter.at/buecher/geographie-umwelt/umwelt/umweltgefahren" target="_blank"><em>Umweltgefahren</em></a><br />
			<a href="https://shop.falter.at/buecher/geographie-umwelt/umwelt/umweltgefahren/klimawandel" target="_blank"><em>Klimawandel</em></a></td>
		</tr>
		<tr class="odd">
			<td>Erscheinungsdatum:</td>
			<td class="data last"><span>19.08.2025</span></td>
		</tr>
		<tr class="even">
			<td>Verlag:</td>
			<td class="data last"><em><a href="https://shop.falter.at/search/?publisher=Norton%26%23x20%3B%26amp%3B%26%23x20%3BCompany&amp;exact=1" target="_blank"><span>Norton &amp; Company</span></a></em></td>
		</tr>
		<tr class="odd">
			<td>Umfang:</td>
			<td class="data last">212 Seiten</td>
		</tr>
		<tr class="even">
			<td>Format:</td>
			<td class="data last">Hardcover</td>
		</tr>
		<tr class="odd">
			<td>Preis:</td>
			<td class="data last">€ 31,10</td>
		</tr>
	</tbody>
</table>

<h4><strong>Kurzbeschreibung des Verlags</strong></h4>

<p align="justify">Every eighteen hours, the world puts up a nuclear power plant's-worth of solar panels. At the same time, com­bus­tion con­ti­nues to melt the poles, poi­son our bo­dies and drive glo­bal in­equa­lity. It is no lon­ger neces­sary: For the first time in 700,000 years, we know how to catch the sun's rays and con­vert them into energy.In Here Comes the Sun, Bill Mc­Kibben tells the story of the spike in power from the sun and wind. Mc­Kibben tra­ces the arri­val of plenti­ful, inex­pen­sive solar ener­gy, which, if it accele­rates, gives us a chance not just to limit cli­mate change's dama­ge but to reor­der the world. Get­ting there means over­coming ob­stacles like Big Oil, but Mc­Kibben sees a chance for a new civi­li­sation that looks to the sun as the star that fuels our world.</p>

<h4><strong>FALTER-Rezension</strong></h4>

<p><b>"Klimaaktivisten waren lange Spaßbremsen"</b></p>

<p><em><a href="https://shop.falter.at/search/?reviewer=Katharina Kropshofer" target="_blank"><b>Katharina Kropshofer</b></a></em> in <em><a href="https://shop.falter.at/buecher/besprochene-buecher.html?falter=202624" target="_blank"><b>FALTER 24/2026</b></a></em> vom 10.06.2026 (S. )</p>

<p align="justify">Bill McKibben ist sich sicher: Wir stehen gerade an einem Kipp­punkt. Doch er meint das nicht un­be­dingt nega­tiv. Lange hatte der 65-Jäh­rige vor dem Klima­wan­del ge­warnt, mit "Das Ende der Natur" lie­fer­te er 1989 das erste populär­wis­sen­schaft­liche Buch über die Erd­er­hit­zung. Er grün­dete die Or­gani­sa­tion 350.org, or­ga­ni­siert Klima­pro­teste für alle Alters­grup­pen, gilt als einer der wich­tigs­ten Be­rater des Ver­monter Sena­tors und ehe­ma­li­gen demo­kra­ti­schen Prävsi­dent­schafts­kandi­daten Bernie San­ders und prägte den Beg­riff "Divest­ment", also "Des­inves­ti­tion". Re­gie­run­gen, Unter­neh­men oder Uni­ver­si­tä­ten stecken ihr Geld oft in Fonds, die fos­sile Ener­gie för­dern. Mc­Kibben brachte bis ins Jahr 2024 mehr als 1600 Or­gani­sa­tio­nen da­zu, ihre fos­si­len Ver­an­la­gun­gen auf­zu­geben. Dem Öl­ge­schäft fehl­ten da­durch 40 Tril­lio­nen US-Dollar.<br />
Nun, 50 Jahre nach dem Beginn seiner Akti­vi­tä­ten, hat er sicht­lich gute Laune. Nicht nur, weil es dem amtie­ren­den Präsi­den­ten Donald Trump bei den im Herbst an­ste­hen­den Mid­terms an den Kra­gen ge­hen könnte (sein Krieg ge­gen den Iran ist nicht son­der­lich popu­lär), son­dern weil er ge­rade den Be­ginn einer klei­nen Revo­lu­tion wahr­nimmt. Zu tun hat das mit dem "guten Wet­ter", der Sonne, die an die­sem Mai­tag über sei­nem Haus in Vermont scheint.<br />
<br />
Falter: Herr McKibben, was macht Solar­strom so über­zeugend -auch im Ver­gleich zu an­de­ren er­neuer­baren Quellen?<br />
<br />
Bill McKibben: Ein simpler Grund: Son­nen­ener­gie ist bil­lig. Für Geo­ther­mie muss man etwa tief gra­ben, viele Schächte und Lei­tun­gen bauen. Das dauert. China hat ver­gan­ge­nen Früh­ling drei Giga­watt an Solar­ener­gie ge­baut - pro Tag. Das ent­spricht der Ener­gie eines gan­zen Kohle­kraft­werks. Und Solar­ener­gie ist furcht­bar sim­pel: Alles, was sie braucht, ist ein rudi­men­tä­res Stahl­ge­rüst und ein Stück Glas. Im Mo­ment ver­dop­peln wir die An­zahl der Solar­an­lagen welt­weit alle 18 Monate. Da­bei sinkt der Preis je­des Mal um ein Vier­tel. Auch Atom­kraft kann da preis­lich nicht mit­halten.<br />
<br />
Vor rund einem Monat ging die Santa-Marta-Kon­fe­renz in Kolum­bien zu Ende. 57 ambi­tio­nier­te Staa­ten kamen zu­sam­men, um den Ab­schied von fos­si­len Brenn­stof­fen zu be­schleu­ni­gen. Die USA wur­den gar nicht erst ein­ge­laden. Gibt es Klima­schutz ohne den his­to­risch größ­ten Ver­schmutzer?<br />
<br />
Bill McKibben: Die USA sind weiter­hin für elf Pro­zent der glo­ba­len Emis­sio­nen ver­ant­wort­lich - das ist viel. Außer­dem ex­por­tiert das Land nicht nur mas­sen­haft Öl, son­dern auch die wahn­sin­ni­gen Ideen und Klima­lü­gen unse­res Präsi­den­ten. Aber Fort­schritt ohne die USA ist na­tür­lich mög­lich. Donald Trump ist nicht Jesus.<br />
<br />
Man könnte Trump auch "danken". Mit dem An­griff auf den Iran und den da­raus re­sul­tie­ren­den ho­hen Öl­prei­sen wurde der Aus­bau Er­neuer­ba­rer wei­ter be­schleunigt.<br />
<br />
McKibben: Trump wird als größter Elektro-Ver­käufer in die Ge­schichte ein­ge­hen! Wir schwim­men aller­dings wei­ter in unse­rem ei­ge­nen Öl. Aber die weg­wei­sen­den Ent­schei­dun­gen wer­den ohne­hin wo­an­ders ge­trof­fen: in Indien, Malay­sia oder Viet­nam. Leute auf der gan­zen Welt blicken Rich­tung Iran und ver­ste­hen, dass Son­nen­licht zwar 150 Mil­li­onen Kilo­me­ter auf die Erde wan­dern muss, aber nichts da­von durch die Straße von Hormus.<br />
<br />
Beobachten wir gerade also das Ende der fos­si­len Brenn­stoffe in Echtzeit?<br />
<br />
McKibben: Auf gewisse Weise ja. Zumin­dest ver­ste­hen wir, wie wir sie brem­sen kön­nen. Aber auch, wie die Öl-und Gas­indus­trie da­ge­gen­hält. Ihre Werk­zeuge sind Geld, Kor­rup­tion und Miss­in­for­ma­tion. Unse­re Stär­ken sind Organi­sa­tion, Infor­ma­tion -und seit kur­zem auch die Öko­no­mie. Die Klima­be­we­gung hat ihren Kampf 35 Jahre in einer Welt ge­führt, in der fos­si­le Brenn­stof­fe güns­tig und er­neuer­bare Ener­gie­quel­len rela­tiv teuer waren. Nun hat sich die Glei­chung um­ge­kehrt.<br />
<br />
Es ist nicht das erste Mal, dass Men­schen die Sonne als Ener­gie­quelle nut­zen wol­len. In sei­nem Buch "Here Comes the Sun" (das bis­her nur auf Eng­lisch er­schie­nen ist) zeich­net Mc­Kibben auch die Ideen­ge­schichte die­ser Ener­gie­form nach: von Leo­nardo da Vinci, der be­reits da­rü­ber nach­dachte, wie man Son­nen­ener­gie "ernten" könnte.<br />
<br />
Über die Bell Labs, die 1954 Chips aus Sili­kon da­für ent­wickel­ten. Län­der wie Pakis­tan, die vom Nach­barn China profi­tieren und inner­halb eines Jah­res ein Drit­tel ihres Strom­net­zes bau­ten. Und über die poli­ti­schen Maß­nahmen, die nun zu dem ge­wal­ti­gen Preis­sturz ge­führt ha­ben: Ein­speise­ta­rife in Deutsch­land, den An­stieg der Nach­frage, die wie­der­um eine Neu­aus­rich­tung Chinas be­werk­stel­ligt ha­ben. Die Heraus­for­de­run­gen heute sind also poli­ti­scher und büro­kra­ti­scher Natur -nicht tech­ni­scher. Mc­Kibben be­tont eines im­mer wie­der: Diese Ener­gie­form ist nicht nur für die Ein­däm­mung des Klima­wan­dels gut, son­dern auch äu­ßerst demo­kratisch.<br />
<br />
Es scheint einen Link zwischen fossilen Brenn­stof­fen und autori­tä­ren Re­gimen zu ge­ben. Was wäre das poli­ti­sche Äqui­va­lent für Er­neuer­bare?<br />
<br />
McKibben: Erneuerbare Energie­quel­len sind nicht die Garan­tie für an­dere, demo­kra­ti­sche Er­geb­nisse. Da­für müs­sen Sie nur nach China schauen. Aber sie ha­ben das Poten­zial zu ei­ner be­frei­en­den Kraft, weil sie de­zen­tral sind: Die meis­ten Orte der Welt haben kein Öl, kein Gas und keine Kohle. Aber je­der Mensch kann Solar­pa­neele in­stal­lieren. Auch wenn es Solar-Mil­liar­däre ge­ben wird, wer­den sie nie­mals so reich wer­den wie der König von Saudi-Arabien oder John D. Rocke­feller.<br />
<br />
Wieso wird "Big Oil" nicht zu "Big Solar"?<br />
<br />
McKibben: Der Chef des Energie­kon­zerns Exxon­Mobile hat es ver­gan­ge­nes Jahr selbst er­klärt: Sie wer­den nie in Er­neuer­bare in­ves­tie­ren, weil sie keine "über­durch­schnitt­li­chen Ren­diten für In­ves­to­ren" her­geben. Viele Öl­fir­men haben über Jahre flo­riert, weil sie ein Pro­dukt ha­ben, das sie hor­ten und ver­tei­len kön­nen, wie sie wol­len. Die Idee, dass die Son­ne jeder­zeit gra­tis Ener­gie er­zeu­gen kann, ist in ihren Au­gen das schlech­teste Ge­schäfts­modell al­ler Zei­ten. Also ver­su­chen sie es na­tür­lich zu stop­pen. Der Wan­del würde schnel­ler pas­sie­ren, könnte Exxon die Sonne besitzen.<br />
<br />
Wie bremsen Ölfirmen den Ausbau?<br />
<br />
McKibben: In Form von bezahlter Miss­in­for­ma­tion oder im Fal­le der USA, in­dem die­se Unter­neh­men ein­fach poli­ti­sche Par­teien kau­fen. Trump sagte öffent­lich, dass die Öl­indus­trie alles, was sie will, be­kommt - so­lange sie ihn mone­tär unter­stützt. Am Ende wa­ren es eine hal­be Mil­liarde in Form von Spen­den, Wer­bung und Lobbying.<br />
<br />
Sie schreiben, dass sich Medien oft in den Ge­schich­ten rund um die "dunkle Seite" der Er­neuer­baren ver­lieren: die un­ethi­schen Arten, wie sel­tene Erden ab­ge­baut wer­den, etwa. Kann man all das wirk­lich ein­fach so bei­seite­schieben?&nbsp;<br />
<br />
McKibben: Es ist wichtig, dass wir darüber nach­den­ken und am Recyc­ling ar­beiten, aber es ist kein Grund, den Aus­bau zu ver­lang­samen. Neh­men wir das Bei­spiel Li­thium. Der Ab­bau ist proble­ma­tisch. Aber packt man es in eine Bat­te­rie, dann bleibt es dort für 25 Jahre. Baut man Kohle ab, dann ver­bren­nen wir sie so­fort - und müs­sen wie­der zu­rück in den Berg­bau. Es lan­det dann als CO2 in der Atmos­phäre. Das Rocky Moun­tain Insti­tut hat be­rech­net, dass die Menge an Berg­bau, die wir bis 2050 für Bat­te­rien brau­chen, klei­ner ist als die Men­ge an Kohle, die wir allei­ne ver­gan­ge­nes Jahr ab­ge­baut ha­ben. Und es gibt be­reits den Trend in China, statt Li­thium So­dium für die Bat­te­rien zu ver­wen­den -das fünft-oder sechst­häu­figste Ele­ment der Erdkruste.<br />
<br />
Die Menschenrechtsverletzungen beim Abbau von Li­thium gibt es aber trotzdem.<br />
<br />
McKibben: Das stimmt. Aber wir müssen sie in Rela­tion se­hen: Neun Mil­lio­nen Men­schen ster­ben pro Jahr an den Fol­gen von Ver­bren­nungs­mo­to­ren und dem Fein­staub, den sie ein­atmen. Es gibt aber nicht neun Mil­lio­nen Kobalt-oder Li­thium-Berg­leute auf der Welt.<br />
<br />
Lange Zeit war McKibbens Aus­blick düs­ter. In sei­nem ers­ten Buch "Das Ende der Natur" ar­gu­men­tier­te er, dass es keine Na­tur mehr ohne men­schli­chen Ein­fluss gebe. Immer­hin haben Men­schen selbst die Atmos­phäre ver­ändert, der sich kein Lebe­we­sen ent­zie­hen kann. Schon da­mals plä­dierte er für eine neue Ver­bin­dung zur Natur, in der die Ge­sund­heit der nicht-mensch­li­chen Welt nicht mehr von der mensch­li­chen ge­trennt ge­sehen wird.<br />
<br />
Auch heute glaubt McKibben daran. Und er weiß, wie man diese Bot­schaf­ten ver­packt. Manch­mal klingt das nach Slo­gans, die man schon oft ge­hört hat. Etwa wenn er sagt, dass wir ande­re Ge­schich­ten brau­chen, um die­se neue Welt auch in den Köp­fen der Men­schen ent­ste­hen zu las­sen. Doch es sind auch leichte, posi­ti­ve Bot­schaf­ten - die man gerne glaubt: "Jeder wird Bat­te­rien ha­ben, sie zu Mit­tag la­den und sein Haus in der Nacht mit ge­spei­cher­ter Son­nen­ener­gie be­trei­ben." Oder anders ge­sagt: Es könn­ten Zei­ten eines enor­men Ener­gie­über­schus­ses be­vor­stehen.<br />
<br />
Erneuerbare heißen auch "alternative" Ener­gien. Soll­ten wir sie um­be­nennen?<br />
<br />
McKibben: Wir müssen die Menschen über­zeugen, dass sie nicht nur eine "Alter­na­tive" sind, son­dern die Norm. 2024 wur­den 80 Pro­zent des welt­wei­ten Zu­wach­ses bei der Strom­er­zeu­gung durch er­neuer­bare Ener­gien und Kern­ener­gie be­reit­ge­stellt. Aber auch Um­welt­schüt­zer wie ich ha­ben lange nur über die Nach­teile ge­redet, sind sehr gut im Kriti­sieren ge­wesen. Das hat uns zu Spaß­ver­der­ber ge­macht -wir müs­sen auch lernen zu feiern!<br />
<br />
Welche neuen Geschichten bräuchte es?<br />
<br />
McKibben: Wir dürfen nicht aufhören, über die wis­sen­schaft­liche Not­wen­dig­keit und die wirt­schaft­li­chen Vort­eile dieser Trans­for­ma­tion zu spre­chen. In Spa­nien und an­deren EU-Län­dern, die auf Er­neuer­bare ge­setzt ha­ben, sind die Ener­gie­prei­se in den ver­gan­ge­nen Mo­naten nicht so stark ge­stie­gen wie anders­wo. Ein elek­tri­sches Auto ist nicht nur aus Umwelt­gründen bes­ser, es ist lei­ser, sanf­ter, bil­li­ger; ein Induk­tions­herd viel schnel­ler und ge­sün­der als ein Gas­ofen. Immer­hin er­kran­ken imm­er noch viele Kin­der an Asthma, wenn sie in ei­nem Haus mit Gas­herd le­ben. Ich bin froh, dass wir nach all die­sen Jah­ren schlech­ter Nach­rich­ten end­lich eine Waf­fe ge­gen die ärgs­ten Prob­leme ge­fun­den haben -und noch da­zu eine so schöne! Men­schen hat­ten schon im­mer eine tie­fe Ver­bin­dung zur Sonne. Sie bringt uns Licht, Wärme, lässt Pflan­zen wach­sen. Nicht um­sonst ha­ben ihr so viele Musi­ker Lie­der gewidmet.</p>
<br /><a href='https://www.az-neu.eu/here-comes-the-sun'>Allé Wilfried</a>&nbsp;&nbsp;<a href='https://www.az-neu.eu/here-comes-the-sun'>...</a>]]></description>
      <link>https://www.az-neu.eu/here-comes-the-sun</link>
      <author>wilfried.alle@chello.at (Allé Wilfried)</author>
      <comments>https://www.az-neu.eu/here-comes-the-sun</comments>
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      <pubDate>Wed, 10 Jun 2026 09:01:00 GMT</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Weckruf Corona</title>
      <description><![CDATA[<p><span style="font-size: 10pt;">von <a href="https://www.europarl.europa.eu/meps/de/197677/GUNTHER_SIDL/home" target="_blank"><em>Günther Sidl</em></a></span></p>

<p><a href="https://www.az-neu.eu/Data/Sites/1/media/_myweb/plakate_2022/weckruf_corona_guenther_sidl.jpg" target="_blank"><img alt="" c="" cover_geheime_pfade_rgb_klein.jpg="" height="180" o="" src="https://www.az-neu.eu/Data/Sites/1/media/_myweb/plakate_2022/weckruf_corona_guenther_sidl.jpg" style="float:left" width="125" /></a></p>

<table class="data-table falter-responsive-table" id="product-attribute-specs-table">
	<tbody>
		<tr class="first odd">
			<td>ISBN:</td>
			<td>9 783200 086012</td>
		</tr>
		<tr class="even">
			<td>Verlag:</td>
			<td class="data last"><a href="https://www.urbanforum.at/index.php/urban-future-edition" target="_blank"><em>Urban Future</em></a></td>
		</tr>
		<tr class="odd">
			<td>Format:</td>
			<td class="data last">Taschenbuch</td>
		</tr>
		<tr class="even">
			<td>Genre:</td>
			<td class="data last">Klimawandel, Nachhaltigkeit, Wirtschaft/Gesellschaft</td>
		</tr>
		<tr class="odd">
			<td>Erscheinungsdatum:</td>
			<td class="data last">17.11.2022</td>
		</tr>
		<tr class="last even">
			<td>Preis:</td>
			<td class="data last">€ 22,00 (zzgl. Versandkosten)</td>
		</tr>
	</tbody>
</table>

<p>&nbsp;</p>

<p><strong>Das Buchprojekt von SPÖ-EU-Abgeordneten Günther Sidl soll einen breit ge­fächer­ten Dis­kussions­pro­zess an­stoßen – Bei­träge von Ex­pert­Innen aus unter­schied­lichsten Be­reichen zei­gen auf, was Corona alles ver­ändert hat und wie es jetzt weiter­gehen kann.</strong></p>

<p>„Die Corona-Pandemie hat unser Leben auf den Kopf gestellt. Nicht nur die wirt­schaft­lichen und so­zi­alen Fol­gen habe viele zu spüren be­kom­men, son­dern na­tür­lich auch den Um­gang mit un­se­ren Grund- und Frei­heits­rechten und die Ver­lage­rung des so­zia­len Lebens in den vir­tuel­len Raum. Und ge­nau da­rüber müs­sen wir reden“, be­tont SPÖ-EU-Ab­ge­ord­ne­ter Günther Sidl, der vor die­sem Hinter­grund das Buch­projekt „Weckruf Corona – Ge­sell­schaft­liche Diag­nosen für unser Leben nach der Ge­sund­heits­krise“ ge­star­tet hat. Mit Bei­trägen von zahl­rei­chen Ex­pertInnen aus den ver­schie­dens­ten Dis­zi­pli­nen, soll das Buch eine Dis­kus­sion da­rüber an­stoßen, wie es jetzt weiter­gehen soll.</p>

<p>Von Augmented Reality bis zum Vor­sorge­denken. Die Themen der Bei­trä­ge sind breit ge­fächert und ge­hen von neues­ten techno­lo­gi­schen Ent­wick­lungen, wie der Aug­mented Rea­li­ty, über den Klima­schutz und das neu er­wachte Inter­esse an der Natur bis hin zu demo­kratie­poli­ti­schen Fra­gen und dem in­zwi­schen viel­fach aus der Mode ge­kom­menen Vor­sorge­denken. „Als über­zeug­ter Ver­fechter des Vor­sorge­den­kens, möchte ich mit diesem Buch auch einen Bei­trag da­zu leis­ten, dass wir diese vor­aus­schau­ende Hal­tung wie­der ins Rampen­licht stel­len“, so Sidl, dem es da­bei nicht nur um die best­mög­li­che Vor­be­rei­tung unse­rer Ge­sund­heits­sys­teme auf die nächs­te Pan­de­mie geht: „Es geht auch da­rum eine neue Sicht­wei­se da­rauf zu ent­wickeln, was uns in unse­rer Ge­sell­schaft wirk­lich etwas wert ist und wo­rauf wir be­son­ders ach­ten müssen.“</p>

<p>„Wir müssen darüber nach­denken, welche Ent­wick­lungen wir bei­be­hal­ten wol­len und wo wir wie­der zu­rück zum Sta­tus Quo vor der Pan­de­mie wol­len“, um­reißt Sidl die Idee für das Buch „Weck­ruf Coro­na“, mit dem aber auch ein lang­fris­ti­ger Blick in die Zu­kunft mög­lich wer­den soll: „Wir müs­sen uns auch über­legen, wo wir ganz neue An­sätze brau­chen, um Wirt­schaft, Ar­beit und unser Zu­sam­men­le­ben zu or­ga­ni­sie­ren. Kurz ge­sagt geht es um die Frage, wie sich un­sere Ge­sell­schaft weiter­ent­wickeln soll.“</p>

<p><b>Corona darf unsere Demokratie nicht krank machen</b></p>

<p>Entscheidend ist laut Sidl auch, dass die Corona-Pan­de­mie nicht un­sere Demo­kra­tie krank machen darf. „Wir dür­fen die Grund­lagen un­serer Demo­kra­tie, wie die Be­reit­schaft zum Dia­og und zur Zu­sam­men­ar­beit nicht aus den Au­gen ver­lie­ren“, er­klärt Sidl, der vor den mög­li­chen Spät­fol­gen warnt: „Was pas­siert, wenn wir auf­hören miteinander zu reden und alle in die Entscheidungen einzubinden, sehen wir an derwachsenden Skepsis vieler Menschen ge&shy;gen&shy;über der Politik, staatlichen Ins­tan­zen, Me­di­en und der Wis­sen­schaft. Das wurde in der Pan­de­mie sehr deut­lich sicht­bar. Diese Ent­wicklung kann und darf uns nicht egal sein, wenn wir die lang­fris­tige Sta­bi­li­tät un­serer demo­kra­ti­schen Struk­turen nicht ge­fährden wollen.“</p>

<p>„Ich bin sehr dankbar, dass sich so viele Ex­per­tin­nen und Ex­per­ten aus den unter­schied­lichs­ten Be­rei­chen von Poli­tik, Wirt­schaft, Wis­sen­schaft und Zi­vil­ge­sell­schaft da­zu be­reit er­klärt ha­ben, die­ses Buch­pro­jekt zu unter­stützen“, freut sich Sidl, dass es ge­lun­gen ist so viele span­nen­de Bei­träge zu sam­meln: „Mir war es be­son­ders wich­tig, die Per­spek­ti­ven von Frau­en und Män­nern, die sich in ihrem Be­rufs­leben mit unter­schied­lichs­ten The­men be­fas­sen und da­bei Zu­sammen­hänge für un­sere ge­samte Ge­sell­schaft er­ken­nen, ab­zu­bil­den. Durch ihre viel­fäl­tigen Ein­blicke und Er­fah­rungen kön­nen wir wich­tige Lehren aus der Pan­de­mie zie­hen und neue An­sätze fin­en, um un­sere ge­mein­same Zu­kunft bes­ser zu ge­stalten.“<br />
&nbsp;</p>

<hr />
<h4 itemprop="headline">Urban Future Edition</h4>

<p>Im Jahr 2018 wurde die Urban Future Edition gegründet, um Publikationen zu stadt­forschungs­rele­vanten und kom­munal­wis­sen­schaft­lichen Themen sowie zum Bereich Public Manage­ment stra­te­gisch und ge­zielt ver­öffent­lichen zu können. Dabei sollen auch wis­sen­schaft­lich noch wenig be­leuch­tete As­pekte von Urba­ni­tät und Stadt­ent­wick­lung be­wusst auf­ge­grif­fen werden. Inter­natio­na­li­tät und ein Denken in Re­gio­nen stel­len für Urban Forum und damit auch für die Urban Future Edi­tion einen we­sent­lichen Eck­pfeiler des Han­delns dar. Der Ver­lag möchte aber auch seinem selbst ge­stell­ten Kul­tur­auf­trag nach­kommen und an­lass­be­zogen Bücher ab­seits der vor­ste­hend an­ge­führ­ten Themen­felder heraus­bringen. Denn: „Urba­ni­tät meint immer auch ein Bild vom rich­tigen Leben. Sie be­misst sich auch an den öko­no­mi­schen, so­zia­len und poli­ti­schen Chancen für ein hu­ma­nes Leben, die eine Stadt jedem ihrer Bür­ger er­öffnet.“ (Hartmut Häußer­mann, Walter Siebel).<br />
<span style="font-size: 10pt;">Bestellungen an <em><span id="cloak290b5efbb57892895ba230d588a42cf6"><a href="mailto:office@urbanforum.at">office@urbanforum.at</a></span></em></span></p>
<br /><a href='https://www.az-neu.eu/weckruf-corona'>Allé Wilfried</a>&nbsp;&nbsp;<a href='https://www.az-neu.eu/weckruf-corona'>...</a>]]></description>
      <link>https://www.az-neu.eu/weckruf-corona</link>
      <author>wilfried.alle@chello.at (Allé Wilfried)</author>
      <comments>https://www.az-neu.eu/weckruf-corona</comments>
      <guid isPermaLink="true">https://www.az-neu.eu/weckruf-corona</guid>
      <pubDate>Sun, 13 Nov 2022 18:45:00 GMT</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Grenzen des Wachstums - Das 30-Jahre-Update</title>
      <description><![CDATA[<p>von <em><a href="https://shop.falter.at/search/?name=Ernst F. Schumacher" target="_blank">Ernst F. Schumacher</a></em></p>

<p><a href="https://images.thalia.media/00/-/5a325924ec9e4ac995bee0412425e303/grenzen-des-wachstums-das-30-jahre-update-taschenbuch-donella-meadows.jpeg" target="_blank"><img alt="" c="" cover_geheime_pfade_rgb_klein.jpg="" height="335" o="" src="https://images.thalia.media/00/-/5a325924ec9e4ac995bee0412425e303/grenzen-des-wachstums-das-30-jahre-update-taschenbuch-donella-meadows.jpeg" style="float:left" width="223" /></a></p>

<table class="data-table falter-responsive-table" id="product-attribute-specs-table">
	<tbody>
		<tr class="odd">
			<td>Verlag:</td>
			<td class="data last">Hirzel</td>
		</tr>
		<tr class="even">
			<td>ISBN:</td>
			<td class="data last">978-3-7776-2957-5</td>
		</tr>
		<tr class="odd">
			<td>Umfang:</td>
			<td class="data last">328 Seiten</td>
		</tr>
		<tr class="even">
			<td>Genre:</td>
			<td class="data last">Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft</td>
		</tr>
		<tr class="odd">
			<td>Erscheinungsdatum:</td>
			<td class="data last">26.11.2020</td>
		</tr>
		<tr class="odd">
			<td>Auflage:</td>
			<td class="data last">6. Auflage</td>
		</tr>
		<tr class="even">
			<td>Übersetzer:</td>
			<td class="data last">Andreas Held</td>
		</tr>
		<tr class="odd">
			<td>Format</td>
			<td class="data last">Taschenbuch</td>
		</tr>
		<tr class="even">
			<td>Preis:</td>
			<td class="data last">€ 20,60</td>
		</tr>
		<tr class="odd">
			<td>Format</td>
			<td class="data last">eBook</td>
		</tr>
		<tr class="last even">
			<td>Preis:</td>
			<td class="data last">€ 16,90</td>
		</tr>
	</tbody>
</table>

<p>&nbsp;</p>

<h4><strong>Beschreibung</strong></h4>
<p align="justify">Die Menschheit kann mehrere Ent­wicklungs­wege wählen - be­reits 1972 und 1992 haben die Auto­ren der Gren­zen des Wachs­tums solche Möglich­keiten be­schrie­ben. Dabei setz­ten sie das sys­temi­sche Den­ken in Zu­kunfts­sze­na­rien um.<br />
Ihre Ergeb­nisse riefen schon damals zum Han­deln auf, denn wir ver­lan­gen seit den spä­ten 70er-Jah­ren der Erde so viel ab, dass ihre Tragfähigkeit überschritten ist. In den Szenarien des 30-Jahre-Update mit aktuellen Daten wird deutlich, dass wir den großen Kurswechsel dringend brauchen - eine Wende zur Nach­hal­tig­keit mit dras­ti­schen ma­teriel­len und struk­tu­rel­len Ver­ände­rungen.<br />
Wir können diesen Weg gehen, aber wir müssen es wollen!</p>

<p align="justify">"... das Buch eignet sich daher gut für Stu­den­ten und Wis­sen­schaft­ler. Aber auch inter­es­sierte Laien finden hier einen Zu­gang, sich in dieses ele­men­tar wich­tige Thema ein­zu­ar­beiten." Solarbrief</p>

<p><em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Grenzen_des_Wachstums" target="_blank">https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Grenzen_des_Wachstums</a></em></p>
<br /><a href='https://www.az-neu.eu/grenzen-des-wachstums-das-30-jahre-update'>Allé Wilfried</a>&nbsp;&nbsp;<a href='https://www.az-neu.eu/grenzen-des-wachstums-das-30-jahre-update'>...</a>]]></description>
      <link>https://www.az-neu.eu/grenzen-des-wachstums-das-30-jahre-update</link>
      <author>wilfried.alle@chello.at (Allé Wilfried)</author>
      <comments>https://www.az-neu.eu/grenzen-des-wachstums-das-30-jahre-update</comments>
      <guid isPermaLink="true">https://www.az-neu.eu/grenzen-des-wachstums-das-30-jahre-update</guid>
      <pubDate>Mon, 18 Jul 2022 23:01:00 GMT</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Inside Fridays for Future</title>
      <description><![CDATA[<p>von <em><a class="with-tooltip" data-original-title="mehr von Benedikt Narodoslawsky" data-placement="top" href="https://shop.falter.at/search/?name=Benedikt+Narodoslawsky" target="_blank">Benedikt Narodoslawsky</a></em><br />
Benedikt Narodoslawsky recherchiert und schreibt seit mehreren Jahren regelmäßig zum Thema Klima. Dieses Wissen und seine Erfahrung hat es ihm ermöglicht, als einer der wenigen, direkten Kontakt zu den Initiator*innen von Fridays for Future zu knüpfen und in ihre Arbeit exklusive Einblicke zu bekommen.<br />
Inklusive praktischer Tipps.</p>

<p><a href="https://faltershop.s3.eu-central-1.amazonaws.com/catalog/product/cache/1f80a177b343b4422ace91c08936761e/f/f/fff.jpg
" target="_blank"><img alt="" c="" cover_geheime_pfade_rgb_klein.jpg="" height="240" o="" src="https://faltershop.s3.eu-central-1.amazonaws.com/catalog/product/cache/1f80a177b343b4422ace91c08936761e/f/f/fff.jpg" style="float:left" width="157" /></a></p>

<table class="data-table falter-responsive-table" id="product-attribute-specs-table">
	<tbody>
		<tr class="even">
			<td>Verlag:</td>
			<td class="data last">Falter Verlag</td>
		</tr>
		<tr class="odd">
			<td>EAN:</td>
			<td class="data last">9783854396666</td>
		</tr>
		<tr class="even">
			<td>Reihe:</td>
			<td class="data last"><a href="https://shop.falter.at/search/?reihe=Fachb%C3%BCcher" target="_blank"><em>Fachbücher</em></a></td>
		</tr>
		<tr class="odd">
			<td>Umfang:</td>
			<td class="data last">240 Seiten</td>
		</tr>
		<tr class="even">
			<td>Genre:</td>
			<td class="data last">Umwelt Ökologie</td>
		</tr>
		<tr class="odd">
			<td>Erscheinungsdatum:</td>
			<td class="data last">09.03.2020</td>
		</tr>
		<tr class="even">
			<td>Format</td>
			<td class="data last">Gebundene Ausgabe</td>
		</tr>
		<tr class="last odd">
			<td>Preis:</td>
			<td class="data last">€ 24,90</td>
		</tr>
	</tbody>
</table>

<h4><br />
<strong>FALTER-Rezension</strong></h4>

<h5>Die Revolution</h5>

<p>Vor einem Jahr wurden Fridays for Future zum politischen Faktor in Österreich. Die unglaubliche Geschichte einer Jugendbewegung.</p>

<p>Dezember 2018. Österreichs heißestes Jahr der Messgeschichte geht zu Ende. Die klimaschädlichen Gase sind auf ein Rekordhoch gestiegen. Österreichs Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) leugnet in einem Interview den menschengemachten Klimawandel. Österreichs Umweltpartei – die Grünen – ist politisch am Boden.</p>

<p>Seit drei Jahrzehnten liegt das Land im klimapolitischen Koma, trotz immer besserer Technologie werden hierzulande so viele Tonnen an Treibhausgasen wie 1990 in die Luft geblasen. Dabei werden die wissenschaftlichen Vorhersagen immer dramatischer: Die Klimakrise gilt als eine der größten Bedrohungen der Erde, sie wird zur Überflutung bevölkerungsreicher Küsten führen, Dürre- und Hungerwellen auslösen, Pflanzen- und Tierarten auslöschen, hunderttausende Hitzetote fordern und Millionen Menschen zu Flüchtlingen machen. Doch Staatenlenker aus aller Welt setzen im polnischen Katowice gerade die nächste UN-Klimakonferenz in den Sand.</p>

<p>Es scheint in diesem Dezember 2018 alles so zu sein wie immer. Bis auf eine Kleinigkeit. Während der Klimakonferenz in Katowice tritt ein Mädchen ans Rednerpult, das schon einiges hinter sich hat: von Klassenkameraden ausgegrenzt, gemobbt und geschlagen, Depression, Essstörungen. Greta Thunberg, 15 Jahre alt, Asperger-Syndrom, hat den aktuellen Stand der Wissenschaft zur Klimakrise studiert und unerträgliche Angst vor dem Weltuntergang bekommen. Die Schwedin ist unscheinbar, aber hinter dem Mikrofon in Katowice entfaltet sie eine Urgewalt, die bald Europa erschüttern wird.</p>

<p>„Wir sind nicht hergekommen, um die Regierungschefs der Welt zu bitten, dass sie sich kümmern. Sie haben uns in der Vergangenheit ignoriert und werden uns wieder ignorieren“, sagt sie. „Ihnen gehen die Entschuldigungen aus, und uns geht die Zeit aus. Wir sind hergekommen, um Sie wissen zu lassen, dass der Wandel kommt, ob ihnen das gefällt oder nicht.“ Ein Mädchen liest den Mächtigen die Leviten. Das Video ihrer Rede verbreitet sich viral.</p>

<p>Ein Jahr später. Dezember 2019. In wenigen Tagen endet Österreichs innenpolitisch heißestes Jahr der jüngsten Geschichte. Die FPÖ liegt politisch am Boden, die Partei hat sich mit dem Ibiza-Skandal aus der Regierung gesprengt und Neuwahlen ausgelöst. Die Grünen sind aus dieser Wahl so stark wie nie zuvor hervorgegangen, sie verhandeln gerade mit der ÖVP das Klimakapitel für ein neues Koalitionsprogramm.</p>

<p>Eine Woche nach dem Jahreswechsel gelobt Bundespräsident Alexander Van der Bellen die türkis-grüne Bundesregierung an – zum ersten Mal in der Geschichte des Landes sitzen die Ökos an den Schalthebeln der Macht. Bis 2040 soll Österreich klimaneutral werden. Gelingt das, wird Österreich in Sachen Klimaschutz vom Sorgenkind zum Musterschüler in Europa.</p>

<p>Es scheint, als hätte eine unsichtbare Macht die Republik an den Beinen gepackt, durchgerüttelt und auf den Kopf gestellt. Was ist da passiert?</p>

<p>Blicken wir noch einmal zurück, in den Dezember 2018. Nicht nur Thunberg ist ins Tagungszentrum von Katowice zur UN-Klimakonferenz gekommen, auch drei österreichische Studierende sind angereist, um dort etwas gegen die Klimakrise zu unternehmen. Sie treffen dort Thunberg, die mit ihrem Schild „Skolstrejk för klimatet“ auf dem Gang sitzt. Nur wenige Tage nachdem die Schwedin ihre Rede bei der Klimakonferenz gehalten hat, gehen die drei Studierenden mit selbstgebastelten Schildern in Wien auf die Straße. Sie haben sich Thunbergs Schulstreik fürs Klima angeschlossen, obwohl sie selbst längst nicht mehr zur Schule gehen.</p>

<p>Die neu gegründete Bewegung Fridays for Future Vienna ist in einem Wiener Café eher spontan entstanden und besteht zu diesem Zeitpunkt im Wesentlichen aus einer Facebook- und einer Instagram-Seite. Die erste Fridays-Demo in Österreich am 21. Dezember 2018 auf dem Wiener Heldenplatz dauert sechs Stunden, aber zu keinem Zeitpunkt werden gleichzeitig mehr als 50 Demonstranten zu sehen sein. Das sieht nicht so aus, als ob hier gerade Geschichte geschrieben würde, sondern eher wie zwei Maturaklassen, die sich dazu entschlossen haben, heute ein bisschen Lärm zu schlagen.</p>

<p>Genau daraus entwickelt sich binnen weniger Wochen eine Massenbewegung, die Österreichs politische und mediale Landschaft verändern wird. Von Wien schwappt die Protestwelle in die Landeshauptstädte, zunächst nach Innsbruck, dann Linz, dann Salzburg und Graz. Bis auf eine große Veranstaltung in der Steiermark bleiben die Demonstrationen bis Anfang März 2019 allesamt nahezu unter der Wahrnehmungsschwelle. Obwohl Greta Thunberg und Fridays for Future immer berühmter werden, kommen zu den Demos in Österreich nur einige Menschen. Wenn es sehr gut läuft, über 100.</p>

<p><br />
Und dann macht es bumm. 15. März 2019, der erste globale Klimastreik. Rund 1,6 Millionen Menschen demonstrieren an diesem Tag auf der Welt für mehr Klimaschutz. Allein in Wien sind es – je nach Zählung – zwischen 10.500 und 30.000. Es ist die größte Klimakundgebung, die die Repu­blik bis dahin gesehen hat.</p>

<p>Der 15. März 2019 ist der D-Day der jungen Bewegung, er macht sie über Nacht zum innenpolitischen Faktor. Die Klimaschützer bekommen Audienzen beim Bundespräsidenten, beim Bildungsminister und bei der Umweltministerin. Mit dem Gewicht kommen die ersten Unstimmigkeiten innerhalb der einzelnen Fridays-Ortsgruppen in Österreich. Sie beginnen, sich zu vernetzen und gemeinsam das Land zu verändern. Und sie tun das gleich mehrfach.</p>

<p>Da ist zum Beispiel die Wissenschaftscommunity. Jahrzehntelang sprachen die Forscher zurückhaltend und leise über die zunehmend alarmierenderen Erkenntnisse zur Klimakrise. Im Jahr der Fridays verlassen sie ihren Elfenbeinturm. Als Politiker der jungen Klimabewegung die Kompetenz in Klimafragen absprechen, reicht es den Wissenschaftlern. Sie beschließen anlässlich des ersten globalen Streiks Mitte März, gemeinsam ein starkes Zeichen zu setzen und der jungen Klimabewegung den Rücken zu stärken. Sie gründen – angelehnt an den Namen der Klimabewegung – die Scientists for Future und erklären öffentlich, dass die Jugendlichen mit ihrer Kritik an der Politik recht haben. Mehr als 26.800 Wissenschaftler im deutschsprachigen Raum schließen sich Scientists for Future an.</p>

<p>Die Dynamik entwickelt eine derartige Wucht, dass manche von ihnen in Österreich sogar Wahlwerbung für die Grünen machen. Der Klimaforscher Gottfried Kirchengast, der als einziger Wissenschaftler im Nationalen Klimaschutzkomitee sitzt, macht hingegen genau das Gegenteil von Wahlwerbung. Er kanzelt ÖVP-Chef Sebastian Kurz öffentlich ab. Kurz sei „nicht staatsmännisch“, das Klimaschutzprogramm der ÖVP eine „ziemlich dreiste Irreführung der Bevölkerung“. Das sind völlig neue Töne aus den Universitäten. Das zivilgesellschaftliche Engagement der Wissenschaftler habe „durch Fridays for Future eine enorme Blüte erlebt“, sagt Kirchengast rückblickend, „das war eine Formung in der Community“.</p>

<p>Die Dynamik entwickelt eine derartige Wucht, dass manche von ihnen in Österreich sogar Wahlwerbung für die Grünen machen. Der Klimaforscher Gottfried Kirchengast, der als einziger Wissenschaftler im Nationalen Klimaschutzkomitee sitzt, macht hingegen genau das Gegenteil von Wahlwerbung. Er kanzelt ÖVP-Chef Sebastian Kurz öffentlich ab. Kurz sei „nicht staatsmännisch“, das Klimaschutzprogramm der ÖVP eine „ziemlich dreiste Irreführung der Bevölkerung“. Das sind völlig neue Töne aus den Universitäten. Das zivilgesellschaftliche Engagement der Wissenschaftler habe „durch Fridays for Future eine enorme Blüte erlebt“, sagt Kirchengast rückblickend, „das war eine Formung in der Community“.</p>

<p>Im Jahr 2017: 5202 Artikel.</p>

<p>Im Jahr 2017: 5202 Artikel.</p>

<p>Im Jahr 2019: 14.323 Artikel.</p>

<p>„Es sind irre Zugriffszahlen, die sich da entwickelt haben“, sagt Standard-Redakteurin Nora Laufer, die regelmäßig über Klimathemen berichtet, „das können wir genau nachverfolgen. Ich schreibe die gleichen Klimageschichten wie vor zwei Jahren, aber auf einmal lesen das um ein Vielfaches mehr Leute.“</p>

<p>International schließen sich 250 Medien zur Klimajournalismus-Initiative „Covering Climate Now“ zusammen. Auch hierzulande setzt es Schwerpunkt um Schwerpunkt. Der ORF erschafft etwa den „Klima-Tag“ und sendet zehn Stunden Programm zum Klimawandel, die Kronen Zeitung startet die Kampagne „Klimakrise“ und ändert ihre Sprache. „Die Formulierung ,Klimawandel‘ wird man in der Krone in der Regel jetzt nicht mehr finden“, sagt Krone-Chefredakteur Klaus Herrmann, „wir sehen das als Klimakrise oder Klimaschock.“ Österreichs bekannteste Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb bekommt eine eigene Krone-Kolumne – und das ist ihre Idee. „Es war uns irgendwie klar, dass wir an die Menschen herankommen müssen, an die wir sonst nie herankommen“, sagt die Klimaforscherin, „denn die kommen nicht zu unseren Vorträgen.“</p>

<p>Zwei Tage vor der Nationalratswahl 2019 geht die bislang größte Machtdemonstration der Klimabewegung über die Bühne. Je nach Zählung bringen die Fridays mit ihren Allianzpartnern beim Earth Strike zwischen 70.000 und 150.000 Menschen in Österreich auf die Straße. Am 28. September 2019 – also einen Tag vor der Wahl – füllen die Bilder der Massenkundgebung die Titelseiten quer durch die Zeitungslandschaft.</p>

<p>Die Nationalratswahl einen Tag später wird zur Klimawahl. Die Wahlbefragung zeigt: Über kein Thema haben die Menschen mehr gesprochen als über Umwelt- und Klimaschutz. „Es wäre ja nicht so gewesen, dass dieser Wahlkampf nicht ein Thema gehabt hätte: Ibiza, die Parteifinanzen, die Spesendebatte um Strache – das war durchaus ein starkes Konkurrenzthema“, sagt der Politikexperte Christoph Hofinger vom Sora-Institut, „aber Umwelt- und Klimaschutz sind im Verlauf des Sommers über die anderen Themen hinausgewachsen.“</p>

<p>Noch am Wahlabend des 29. September stellt ein ORF-Journalist dem grünen Spitzenkandidaten Werner Kogler folgende Frage: „War das eigentlich Ihr Sieg, oder ist das auch ein bisschen der von Greta Thunberg?“ Kogler, der drei Monate später als erster grüner Vizekanzler der Republik angelobt wird, antwortet: „Es war jedenfalls ein ,Sunday for Future‘.“</p>

<p><em><a href="https://shop.falter.at/search/?reviewer=Benedikt Narodoslawsky" target="_blank">Benedikt Narodoslawsky</a></em> in Falter <em><a href="https://shop.falter.at/buecher/besprochene-buecher.html?falter=202011" target="_blank">11/2020</a></em> vom 2020-03-13 (S. 22)</p>
<br /><a href='https://www.az-neu.eu/inside-fridays-for-future'>Allé Wilfried</a>&nbsp;&nbsp;<a href='https://www.az-neu.eu/inside-fridays-for-future'>...</a>]]></description>
      <link>https://www.az-neu.eu/inside-fridays-for-future</link>
      <author>wilfried.alle@chello.at (Allé Wilfried)</author>
      <comments>https://www.az-neu.eu/inside-fridays-for-future</comments>
      <guid isPermaLink="true">https://www.az-neu.eu/inside-fridays-for-future</guid>
      <pubDate>Fri, 25 Mar 2022 22:48:00 GMT</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Wütendes Wetter</title>
      <description><![CDATA[<p>von <em><a href="https://www.thalia.at/shop/home/mehr-von-suche/ANY/sp/suche.html?mehrVon=Friederike%20Otto" interaction="autor-klick" target="_blank">Friederike Otto</a></em><br />
Friederike Otto, geb. 1983, ist Physikerin, promovierte Philosophin und leitet als stellvertretende Direktorin das Environmental Change Institute in Oxford. Sie untersucht Wetterphänomene und hat vor fünf Jahren die neue wissenschaftliche Ausrichtung Attribution Science, zu Deutsch: „Zuordnungswissenschaft” mitbegründet.</p>

<p><img alt="" height="380" src="https://assets.thalia.media/img/140495376-00-00.jpg" style="float:left" width="251" /></p>

<table>
	<tbody>
		<tr component="artikeldetails-attribute" data-test="produktdetails_einband">
			<th class="dataLabel">Einband</th>
			<td>Paperback</td>
		</tr>
		<tr component="artikeldetails-attribute" data-test="produktdetails_seitenzahl">
			<th class="dataLabel">Seitenzahl</th>
			<td>240</td>
		</tr>
		<tr component="artikeldetails-attribute" data-test="produktdetails_erscheinungsdatum">
			<th class="dataLabel">Erscheinungsdatum</th>
			<td>15.04.2019</td>
		</tr>
		<tr component="artikeldetails-attribute" data-test="produktdetails_sprache">
			<th class="dataLabel">Sprache</th>
			<td>Deutsch</td>
		</tr>
		<tr component="artikeldetails-attribute" data-test="produktdetails_isbn">
			<th class="dataLabel">ISBN</th>
			<td>978-3-550-05092-3</td>
		</tr>
		<tr component="artikeldetails-attribute" data-test="produktdetails_verlag">
			<th class="dataLabel">Verlag</th>
			<td><a href="https://www.thalia.at/shop/home/mehr-von-suche/ANY/sv/suche.html?mehrVon=Ullstein%20Verlag" interaction="auswahl">Ullstein Verlag </a></td>
		</tr>
		<tr component="artikeldetails-attribute" data-test="produktdetails_abmessungen">
			<th class="dataLabel">Maße (L/B/H)</th>
			<td>20,5/14,2/3 cm</td>
		</tr>
		<tr component="artikeldetails-attribute" data-test="produktdetails_gewicht">
			<th class="dataLabel">Gewicht</th>
			<td>360 g</td>
		</tr>
		<tr component="artikeldetails-attribute" data-test="produktdetails_auflage">
			<th class="dataLabel">Auflage</th>
			<td>4. Auflage</td>
		</tr>
		<tr component="artikeldetails-attribute" data-test="produktdetails_preis">
			<th class="dataLabel">Preis</th>
			<td>€ 18,50</td>
		</tr>
	</tbody>
</table>

<h3>Pressestimmen</h3>

<p>„Wütendes Wetter“ ist das derzeit beste Buch zum Klimawandel. Eine fantastische Argumentationshilfe für die „Fridays for Future“- Bewegung. Es sollte Schullektüre werden., Deutschlandfunk Kultur, Johannes Kaiser, 07.06.2019</p>

<h3>Klappentext</h3>

<p>Hitze, wie wir sie bisher lediglich aus fernen Urlaubsregionen kannten, sintflutartiger Starkregen, verheerende Stürme: Ist das schon Klimawandel – oder immer noch »nur« Wetter? Die Physikerin Friederike Otto hat die Attribution Science mitentwickelt. Mittels dieser revolutionären Methode kann sie genau berechnen, wann der Klimawandel im Spiel ist. War eine Katastrophe wie Harvey menschengemacht? Ist eine Dürreperiode Folge der globalen Erwärmung oder nur ein heißer Sommer, wie es ihn schon immer gab? Die Zahlen belegen: Eine Hitzewelle wie in Deutschland 2018 ist durch den Klimawandel mindestens doppelt so wahrscheinlich geworden wie früher. Man kann konkrete Verursacher für Wetterphänomene haftbar machen – Unternehmen, ja ganze Länder können jetzt vor Gericht gebracht werden. Und es wird verhindert, dass der Klimawandel weiter als Argument missbraucht wird: Politiker können sich nicht mehr auf ihn berufen, um Missmanagement und eigenes Versagen zu vertuschen. Dieses Buch bringt Klarheit in eine erhitzte Debatte.</p>
<br /><a href='https://www.az-neu.eu/wütendes-wetter'>Allé Wilfried</a>&nbsp;&nbsp;<a href='https://www.az-neu.eu/wütendes-wetter'>...</a>]]></description>
      <link>https://www.az-neu.eu/wütendes-wetter</link>
      <author>wilfried.alle@chello.at (Allé Wilfried)</author>
      <comments>https://www.az-neu.eu/wütendes-wetter</comments>
      <guid isPermaLink="true">https://www.az-neu.eu/wütendes-wetter</guid>
      <pubDate>Sat, 24 Aug 2019 17:52:00 GMT</pubDate>
    </item>
  </channel>
</rss>