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    <title>Was wir hier empfehlen ...</title>
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      <title>Atlas der Zukunft</title>
      <description><![CDATA[<p>von <em><a href="https://shop.falter.at/search/?name=Ian Goldin" target="_blank">Ian Goldin</a></em> , <em><a href="https://shop.falter.at/search/?name=Robert Muggah" target="_blank">Robert Muggah</a></em></p>

<p><a href="https://faltercdn.s3.eu-central-1.amazonaws.com/img/978383/219/9783832199999_L.jpg" target="_blank"><img alt="" c="" cover_geheime_pfade_rgb_klein.jpg="" height="240" o="" src="https://faltercdn.s3.eu-central-1.amazonaws.com/img/978383/219/9783832199999_L.jpg" style="float:left" width="156" /></a></p>

<table class="data-table falter-responsive-table" id="product-attribute-specs-table">
	<tbody>
		<tr class="first odd">
			<td>ISBN:</td>
			<td>9783832199999</td>
		</tr>
		<tr class="even">
			<td>Verlag:</td>
			<td class="data last">DuMont Buchverlag/td&gt;</td>
		</tr>
		<tr class="odd">
			<td>Format:</td>
			<td class="data last">Hardcover</td>
		</tr>
		<tr class="even">
			<td>Genre:</td>
			<td class="data last">Reisen/Karten, Stadtpläne, Atlanten</td>
		</tr>
		<tr class="odd">
			<td>Umfang:</td>
			<td class="data last">512 Seiten</td>
		</tr>
		<tr class="even">
			<td>Erscheinungsdatum:</td>
			<td class="data last">16.07.2021</td>
		</tr>
		<tr class="odd">
			<td>Übersetzung:</td>
			<td class="data last">Tobias Rothenbücher</td>
		</tr>
		<tr class="last even">
			<td>Preis:</td>
			<td class="data last">€ 46,30</td>
		</tr>
	</tbody>
</table>

<p>&nbsp;</p>

<h5><strong>Kurzbeschreibung des Verlags:</strong></h5>

<p>Das Leben auf unserer Welt hat sich in den letzten Jahr­zehnten deut­lich ver­än­dert, 2020 be­son­ders weit­rei­chend, und viele Um­brüche kom­men noch auf uns zu. Unsere ge­wohn­ten Land­karten, so­wohl die im Kopf als auch die phy­si­schen, sind nicht mehr zweck­dien­lich. Nicht die Auf­glie­de­rung in Staats­ge­biete, son­dern die Dar­stel­lung von grenz­über­schrei­ten­den As­pek­ten wird die Zu­kunft der Kar­to­gra­fie be­stim­men und für das ge­mein­same Han­deln nütz­lich sein. Auf der Grund­lage jahr­zehnte­lan­ger For­schung kom­bi­nie­ren Ian Goldin und Robert Muggah Sa­tel­li­ten­bil­der und Pro­jek­ti­onen mit ihren auf­schluss­rei­chen Ana­ly­sen. Sie offen­baren vie­le tief­grei­fende Un­gleich­hei­ten, die für die Men­schheit es­sen­ziell wer­den, wenn die großen The­en wie z. B. Glo­ba­li­sie­rung, Kli­ma, Ver­städte­rung, Geo­poli­tik, Mi­gra­tion, Er­näh­rung und Bil­dung nicht an­ge­gan­gen werden.<br />
Der ›Atlas der Zukunft‹ er­mög­licht einen um­fas­sen­den Blick auf glo­ba­le Trends, die unsere Welt neu ge­stal­ten. Dieses Buch bietet eine Aus­sicht nicht nur auf die Heraus­for­de­run­gen, vor de­nen wir ste­hen, son­dern auch da­rauf, wie wir sie mit den rich­ti­gen Da­ten und In­for­ma­tio­nen in den Griff be­kom­men können.</p>

<h5><strong>FALTER-Rezension:</strong></h5>

<p>"<strong>Die Entscheidung übers Klima fällt im Amazonas"</strong></p>

<p>Es sind schier unglaubliche Dimen&shy;sionen: Der größte tro&shy;pi&shy;sche Regen&shy;wald der Welt, der Ama&shy;zo&shy;nas, er&shy;streckt sich über acht Län&shy;der, be&shy;her&shy;bergt 60 Pro&shy;zent der Tropen&shy;wälder der Welt, 20 Pro&shy;zent aller Süß&shy;was&shy;ser&shy;re&shy;ser&shy;ven und zehn Pro&shy;zent der ge&shy;sam&shy;ten Bio&shy;di&shy;ver&shy;si&shy;tät. Wie kann man diese Viel&shy;falt schützen und gleich&shy;zei&shy;tig von den ge&shy;wal&shy;ti&shy;gen Res&shy;sour&shy;cen pro&shy;fi&shy;tie&shy;ren, die ein sol&shy;cher Ort lie&shy;fert? Der Poli&shy;tik&shy;wis&shy;sen&shy;schaft&shy;ler, Autor und Grün&shy;der des bra&shy;si&shy;lia&shy;ni&shy;schen Think&shy;tanks "Igarapé Institute" Ro&shy;bert Muggah ist für das Hu&shy;ma&shy;ni&shy;ties Fes&shy;ti&shy;val des Insti&shy;tuts für die Wis&shy;sen&shy;schaf&shy;ten vom Men&shy;schen in Wien. Dort spricht er über das Po&shy;ten&shy;tial von Bio&shy;öko&shy;no&shy;mie und die Be&shy;deu&shy;tung des Ama&shy;zo&shy;nas für uns alle. Der Fal&shy;ter hat ihn im Vor&shy;feld ge&shy;trof&shy;fen.<br />
Falter: Herr Muggah, Sie ha&shy;ben in den letz&shy;ten Jah&shy;ren an allen mög&shy;li&shy;chen The&shy;men ge&shy;ar&shy;bei&shy;tet, von Städte&shy;wachs&shy;tum bis hin zu Sicher&shy;heits&shy;fragen. Warum kon&shy;zen&shy;trie&shy;ren Sie sich jetzt auf den Ama&shy;zonas?<br />
<br />
Robert Muggah: Ich habe versucht, glo&shy;bale Mega&shy;trends zu ver&shy;stehen, und mei&shy;nen Fokus für mein Buch "Atlas der Zu&shy;kunft" auf jene ge&shy;legt, die un&shy;auf&shy;halt&shy;sam sind, wie die di&shy;gi&shy;tale Trans&shy;for&shy;ma&shy;tion und den Klima&shy;wandel. Ich lebte ge&shy;rade in Bra&shy;si&shy;lien und beim Schrei&shy;ben wurde mir klar, dass viele die&shy;ser Trends im Ama&shy;zo&shy;nas zu&shy;sam&shy;men&shy;lau&shy;fen. Er ist grund&shy;le&shy;gend mit der Glo&shy;ba&shy;li&shy;sie&shy;rung ver&shy;bun&shy;den. Wir fin&shy;den dort sel&shy;tene Erden wie Nickel, Li&shy;thium, Gold, aber auch große An&shy;bau&shy;ge&shy;biete für Soja, Rin&shy;der, Zucker, Holz. Wir se&shy;hen, dass die Leute den Ama&shy;zo&shy;nas als die&shy;ses rie&shy;sige, un&shy;be&shy;rühr&shy;te Ge&shy;biet be&shy;trach&shy;ten, aber tat&shy;säch&shy;lich ist er seit Tau&shy;sen&shy;den von Jah&shy;ren be&shy;wohnt. Die Mi&shy;gra&shy;tion nimmt zu, weil die Jagd nach Res&shy;sour&shy;cen zu&shy;nimmt. Da&shy;durch wurde vor allem Bra&shy;si&shy;lien auch zu einem der ge&shy;walt&shy;tä&shy;tig&shy;sten Orte der Welt.<br />
<br />
Wie groß ist die ökologische Bedeutung des Amazonas?<br />
<br />
Muggah: Er reguliert das globale Klima mit. Um das in Per&shy;spek&shy;ti&shy;ve zu rücken: Der Ama&shy;zo&shy;nas ist rie&shy;sig, sie&shy;ben Mil&shy;lio&shy;nen Qua&shy;drat&shy;kilo&shy;meter groß, Öster&shy;reich hätte 80 Mal Platz. Er lie&shy;fert enorm viel Sauer&shy;stoff und spei&shy;chert enorm viel Kohlen&shy;stoff. Heu&shy;te stehen wir aber vor einem so&shy;ge&shy;nann&shy;ten "dieback" - Wald&shy;ster&shy;ben auf&shy;grund von Hitze&shy;stress, Trocken&shy;heit und der fort&shy;schrei&shy;ten&shy;den Ent&shy;wal&shy;dung. Und sind da&shy;durch nah an einem ge&shy;wal&shy;ti&shy;gen Wende&shy;punkt: Die größte Kohlen&shy;stoff&shy;senke der Welt könnte zu einem der größ&shy;ten Kohlen&shy;stoff&shy;emit&shy;ten&shy;ten wer&shy;den. Die Wis&shy;sen&shy;schaft&shy;ler Carlos Norbe und Thomas Lovejoy be&shy;rech&shy;neten, dass der Ama&shy;zo&shy;nas kip&shy;pen könnte, so&shy;bald 20 bis 25 Pro&shy;zent der Wald&shy;fläche ver&shy;lo&shy;ren ge&shy;gan&shy;gen sind. Heute pos&shy;tu&shy;lie&shy;ren Wis&shy;sen&shy;schaft&shy;ler, dass be&shy;reits 18 Prozent ab&shy;ge&shy;holzt wur&shy;den. Mit an&shy;de&shy;ren Wor&shy;ten: Wir sind nur ein paar Pro&shy;zent&shy;punk&shy;te von einem Ka&shy;ta&shy;s&shy;t&shy;ro&shy;phen&shy;sze&shy;na&shy;rio ent&shy;fernt. Man&shy;che Teile im Sü&shy;den dürf&shy;ten schon ge&shy;kippt sein, sie pro&shy;du&shy;zie&shy;ren jetzt Kohlen&shy;stoff und sind im Über&shy;gang zu einer Sa&shy;van&shy;ne. Die etwas bes&shy;sere Nach&shy;richt ist, dass der west&shy;li&shy;che Ama&shy;zo&shy;nas noch in&shy;tak&shy;ter zu sein scheint und Po&shy;ten&shy;zial zur Re&shy;si&shy;lienz zeigt, wider&shy;stands&shy;fähig ist.<br />
<br />
Was bedeutet das für jemanden außerhalb des Ama&shy;zo&shy;nas&shy;becken, je&shy;manden in Öster&shy;reich?<br />
<br />
Muggah: Was im Amazonas passiert, bleibt nicht im Ama&shy;zo&shy;nas. Der Zu&shy;sam&shy;men&shy;bruch wäre nicht nur für die lo&shy;ka&shy;len Öko&shy;sys&shy;teme ka&shy;tas&shy;tro&shy;phal, son&shy;dern auch für die glo&shy;bale Erd&shy;er&shy;wär&shy;mung. Wenn sich Tro&shy;pen&shy;wald in Sa&shy;vanne ver&shy;wan&shy;delt, ver&shy;län&shy;gern sich Trocken&shy;zei&shy;ten, Nieder&shy;schläge nehmen ab. Der Ama&shy;zo&shy;nas würde dann bis zu 90 Mil&shy;liar&shy;den Ton&shy;nen Kohlen&shy;stoff aus&shy;spucken. Das ent&shy;spricht den Emis&shy;sio&shy;nen der ge&shy;sam&shy;ten Welt&shy;be&shy;völ&shy;ke&shy;rung in sie&shy;ben Jahren. Wenn das pas&shy;siert, än&shy;dern sich auch glo&shy;ba&shy;le Wet&shy;ter&shy;mus&shy;ter, Stoff&shy;kreis&shy;läu&shy;fe, Meeres&shy;strö&shy;mun&shy;gen. Denn der Ama&shy;zo&shy;nas setzt auch eine enorme Menge Was&shy;ser&shy;dampf frei, wir nen&shy;nen das flie&shy;gen&shy;de Flüs&shy;se. Mil&shy;liar&shy;den Ton&shy;nen Was&shy;ser, die Re&shy;gen&shy;zei&shy;ten füt&shy;tern und Flüsse auf&shy;füllen.<br />
<br />
Wie schnell könnte der Wald kippen?<br />
<br />
Muggah: Wir wissen es nicht genau, nur dass es da&shy;durch zu Wel&shy;len&shy;ef&shy;fek&shy;ten kommt, die das Pari&shy;ser Ab&shy;kommen tor&shy;pe&shy;die&shy;ren. Unter dem bra&shy;si&shy;lia&shy;ni&shy;schen Prä&shy;si&shy;den&shy;ten Jair Bol&shy;so&shy;na&shy;ro, der 2018 ge&shy;wählt wurde, ha&shy;ben wir eine Be&shy;schleu&shy;ni&shy;gung der Ent&shy;wal&shy;dung ge&shy;sehen. Wenn er die zwei&shy;te Amts&shy;zeit ge&shy;winnt, ha&shy;ben wir eine sehr be&shy;grenz&shy;te Chance, die&shy;ses Ab&shy;ster&shy;ben rück&shy;gän&shy;gig zu ma&shy;chen. Wenn sein Geg&shy;ner Luiz Inácio Lula da Silva ge&shy;winnt, sieht es bes&shy;ser aus.<br />
<br />
Sie sagen in einem TED-Vortrag, dass 95 Prozent der Ent&shy;wal&shy;dung im Ama&shy;zo&shy;nas il&shy;legal pas&shy;siert. Wer steckt da&shy;hin&shy;ter und mit wel&shy;chen Mo&shy;ti&shy;ven?<br />
<br />
Muggah: Zwischen 30 und 35 Millionen Menschen leben im Ama&shy;zo&shy;nas. Nach&shy;kom&shy;men von Euro&shy;päern, die wäh&shy;rend der Kolo&shy;nial&shy;zeit kamen, hun&shy;der&shy;te von in&shy;di&shy;ge&shy;nen Grup&shy;pen, man&shy;che von ihnen un&shy;kon&shy;tak&shy;tiert, afro&shy;bra&shy;si&shy;lia&shy;nische Ge&shy;mein&shy;schaf&shy;ten, die ver&shy;sklavt wur&shy;den, um Gummi zu zap&shy;fen oder Kaf&shy;fee zu pro&shy;du&shy;zie&shy;ren. Viele wur&shy;den ge&shy;zwun&shy;gen, hier&shy;her zu mi&shy;grie&shy;ren, pa&shy;ral&shy;lel zu einem welt&shy;weit wach&shy;sen&shy;den Ap&shy;petit auf Roh&shy;stoffe. Frü&shy;her war das Kaut&shy;schuk, heute ist Bra&shy;si&shy;lien eine Agro&shy;super&shy;macht und ein Berg&shy;bau&shy;gi&shy;gant. Es geht also nicht nur um Ein&shy;hei&shy;mische, die Bäume fäl&shy;len, um Platz für Dör&shy;fer zu machen, son&shy;dern um rie&shy;sige Unter&shy;nehmen. Die&shy;ses Jahr haben wir die höchste Ent&shy;wal&shy;dungs&shy;rate seit 15 Jah&shy;ren ge&shy;sehen: 13.000 Qua&shy;dra&shy;tkilo&shy;meter, etwa ein Fünf&shy;tel der Fläche Öster&shy;reichs. Und die Ent&shy;wal&shy;dung hat seit Bol&shy;so&shy;na&shy;ros Amts&shy;an&shy;tritt um 70 Pro&shy;zent zu&shy;ge&shy;nom&shy;men. Die Haupt&shy;ur&shy;sache ist Land&shy;raub, der Bo&shy;den ist mehr wert, wenn er ab&shy;ge&shy;holzt ist. Da&shy;nach wird kaum ge&shy;fahn&shy;det, es gibt also kaum An&shy;reize, das legal zu tun. Zwei&shy;tens zah&shy;len große land&shy;wirt&shy;schaft&shy;liche Er&shy;zeu&shy;ger Land&shy;be&shy;sit&shy;zern für den Zu&shy;gang zu Land, um&shy;gehen so die Ge&shy;setze. Da&shy;zu kommt il&shy;le&shy;ga&shy;les Schür&shy;fen nach Gold, für das oft Flüs&shy;se mit Queck&shy;sil&shy;ber ver&shy;gif&shy;tet wer&shy;den.<br />
<br />
Aber wie kann es sein, dass so viel davon illegal pas&shy;siert? Den Groß&shy;teil der Pro&shy;dukte, von denen Sie spre&shy;chen, im&shy;por&shy;tie&shy;ren EU-Staaten täg&shy;lich.<br />
<br />
Muggah: Die Rohstoffe werden am Schluss einer langen il&shy;le&shy;galen Kette in le&shy;gale Liefer&shy;ket&shy;ten ein&shy;ge&shy;spült. In&shy;ves&shy;toren zah&shy;en Leute, um das Land zu ko&shy;lo&shy;nia&shy;li&shy;sie&shy;ren; kor&shy;rup&shy;te Mak&shy;ler lie&shy;fern Li&shy;zen&shy;zen; die Poli&shy;zei wird Kom&shy;pli&shy;ze bei der Zu&shy;las&shy;sung; und am Ende stehen Händ&shy;ler und Käu&shy;fer. Es ist also nicht ein ein&shy;zel&shy;ner Ma&shy;fio&shy;so, es ist eine stark ver&shy;teil&shy;te, de&shy;zen&shy;tra&shy;li&shy;sier&shy;te und weit ver&shy;brei&shy;tete Krimi&shy;na&shy;li&shy;tät mit Bra&shy;si&shy;lien als Ort, wo all das zu&shy;sam&shy;men&shy;kommt.<br />
<br />
Wie sehr hat Jair Bolsonaro diese illegale Abholzung in diesem Um&shy;fang über&shy;haupt erst mög&shy;lich ge&shy;macht?<br />
<br />
Muggah: Bolsonaro ist der Sohn eines Gold&shy;wäschers, hat sei&shy;nen Wahl&shy;kampf mit Anti-Um&shy;welt-Themen be&shy;strit&shy;ten. Er leug&shy;net nicht nur die Exis&shy;tenz des Klima&shy;wan&shy;dels, er führt Krieg ge&shy;gen die Natur. Ak&shy;ti&shy;vis&shy;ten ha&shy;ben ihm be&shy;reits Öko&shy;zid und so&shy;gar Völker&shy;mord vor&shy;ge&shy;wor&shy;fen. Bol&shy;so&shy;na&shy;ro hat seit sei&shy;nem Amts&shy;an&shy;tritt sys&shy;te&shy;ma&shy;tisch Schutz&shy;ge&shy;biete und indi&shy;gene Ter&shy;ri&shy;to&shy;rien ab&shy;ge&shy;baut. Er hat Leu&shy;ten Am&shy;nes&shy;tie ge&shy;ge&shy;ben, denen il&shy;le&shy;ga&shy;le Ab&shy;hol&shy;zung oder Berg&shy;bau vor&shy;ge&shy;wor&shy;fen wird. Er be&shy;schützt die Garimpeiros, il&shy;le&shy;gale Gold&shy;sucher, die seine po&shy;li&shy;ti&shy;sche Basis bil&shy;den. Er hat Be&shy;hör&shy;den ent&shy;mach&shy;tet, die Um&shy;welt&shy;ver&shy;bre&shy;chen ahnden, in&shy;klu&shy;sive IBAMA, die größte Um&shy;welt&shy;schutz&shy;be&shy;hörde Bra&shy;si&shy;liens. Er hat Kam&shy;pag&shy;nen ge&shy;gen Um&shy;welt&shy;schützer und in&shy;di&shy;ge&shy;ne Ak&shy;ti&shy;vis&shy;ten hoch&shy;ge&shy;fahren, was Bra&shy;si&shy;lien mittler&shy;weile zu einem der ge&shy;fähr&shy;lichs&shy;ten Län&shy;der der Welt macht. Und - das ist fast am schlimmsten - er hat ein Klima für Bauern und Vieh&shy;züch&shy;ter ge&shy;schaf&shy;fen, um un&shy;ge&shy;straft zu han&shy;deln. Brand&shy;ro&shy;dung hat da&shy;durch ein ganz neues Level er&shy;reicht. All das hat auch Kon&shy;se&shy;quen&shy;zen im Aus&shy;land: Nor&shy;wegen und Deutsch&shy;land ha&shy;ben die Fi&shy;nan&shy;zie&shy;rung des Ama&shy;zo&shy;nas-Fonds be&shy;endet, ein mil&shy;liar&shy;den&shy;schwe&shy;rer Wie&shy;der&shy;auf&shy;fors&shy;tungs&shy;topf. Es ist eine Art Blitz&shy;krieg der Richt&shy;linien und Ge&shy;setze.<br />
<br />
Am 2. Oktober wählt Brasilien eine neue Regierung. Falls Bol&shy;so&shy;na&shy;ro ge&shy;hen muss: Wie könnte der Scha&shy;den rück&shy;gän&shy;gig ge&shy;macht werden?<br />
<br />
Muggah: Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass die&shy;se Wahl über das Schick&shy;sal des Ama&shy;zonas&shy;beckens ent&shy;schei&shy;det. Laut ak&shy;tu&shy;el&shy;len Um&shy;fra&shy;gen liegt Lula vor Bol&shy;so&shy;na&shy;ro. Er hat be&shy;reits Net&shy;to-Null-Ent&shy;wal&shy;dung ver&shy;spro&shy;chen, und grüne Agrar&shy;kre&shy;di&shy;te ein&shy;zu&shy;führen, um An&shy;reize für nach&shy;hal&shy;tige Prak&shy;ti&shy;ken zu schaf&shy;fen. Aber wa&shy;rum sollten wir ihm glau&shy;ben? Zwi&shy;schen 2003 und 2010, als er Prä&shy;si&shy;dent war, ging die Ent&shy;wal&shy;dung um mehr als 84 Pro&shy;zent zu&shy;rück. Auch wenn man da&shy;zu&shy;sa&shy;gen muss, dass selbst in die&shy;sem Sys&shy;tem nur drei Pro&shy;zent der Buß&shy;gel&shy;der für ille&shy;ga&shy;le Ab&shy;hol&shy;zung ge&shy;zahlt wur&shy;den. Er hat rie&shy;sige Schutz&shy;ge&shy;biete ge&shy;schaf&shy;fen, auch für die in&shy;di&shy;ge&shy;ne Be&shy;völ&shy;ke&shy;rung. Er er&shy;mu&shy;ti&shy;gte Land&shy;be&shy;sitzer, ihr Land zu re&shy;gis&shy;trie&shy;ren, da&shy;vor gab es eine Menge Streit um Eigen&shy;tum. Er hat die Wis&shy;sen&shy;schaft ge&shy;stärkt, die il&shy;le&shy;ga&shy;le Ab&shy;hol&shy;zung moni&shy;to&shy;ren konnte, Natio&shy;nal&shy;parks an&shy;ge&shy;legt und einen Öko&shy;touris&shy;mus-Boom ge&shy;star&shy;tet.<br />
<br />
In einem Ihrer Projekte verwenden Sie Satellitendaten, um die Folgen dieser Um&shy;welt&shy;zer&shy;stö&shy;rung bes&shy;ser zu ver&shy;folgen. Was könnte sich da&shy;durch än&shy;dern?<br />
<br />
Muggah: In den letzten Jahren ist der Zu&shy;gang zu Techno&shy;lo&shy;gien ex&shy;plo&shy;diert. Da&shy;durch haben sich auch Trans&shy;pa&shy;renz und Rechen&shy;schafts&shy;pflicht in Be&shy;zug auf Krimi&shy;na&shy;li&shy;tät und Ent&shy;wal&shy;dung ver&shy;bes&shy;sert. In Bra&shy;si&shy;lien haben wir ein Sys&shy;tem ein&shy;ge&shy;rich&shy;tet, um Wäl&shy;der nahe&shy;zu in Echt&shy;zeit zu über&shy;wachen. Wir ver&shy;wen&shy;den Satel&shy;liten&shy;daten der bra&shy;si&shy;liani&shy;schen Wis&shy;sen&shy;schafts&shy;agen&shy;tur, aber auch aus pri&shy;vaten Quellen, in einer Auf&shy;lö&shy;sung, die es bis&shy;her nicht ge&shy;ge&shy;ben hat. Wir zei&shy;gen nicht nur, dass ent&shy;wal&shy;det wird, son&shy;dern auch, auf wel&shy;che Weise. Das kom&shy;bi&shy;nieren wir mit Infos zu Ver&shy;brechen. So kön&shy;nen wir ver&shy;stehen, wo die Hot&shy;spots der Il&shy;le&shy;ga&shy;li&shy;tät sind. Wir wol&shy;len Trans&shy;pa&shy;renz schaf&shy;fen, für Medien, aber vor allem auch für die Fi&shy;nanz&shy;branche, den Roh&shy;stoff&shy;sek&shy;tor. Zu lange konnten wir uns auf ge&shy;wisse Weise vor der Rea&shy;li&shy;tät im Ama&shy;zo&shy;nas ver&shy;stecken. Aber die Krimi&shy;na&shy;li&shy;tät, der feh&shy;lende Natur&shy;schutz, kann nicht län&shy;ger igno&shy;riert wer&shy;den.<br />
<br />
Die EU ist für 16 Prozent der globalen Entwaldung ver&shy;ant&shy;wortlich. Das EU-Par&shy;la&shy;ment hat vor zwei Wo&shy;chen für ein Ge&shy;setz ge&shy;stimmt, das die&shy;sen Pro&shy;zess ein&shy;däm&shy;men soll. Wie sehr könnte das das Pro&shy;blem im Ama&shy;zo&shy;nas lösen?<br />
<br />
Muggah: Das ist vielleicht der Lichtblick in dieser düsteren Ge&shy;schichte. Die Be&shy;mü&shy;hungen der EU sind wich&shy;tig. Das neue Anti-Ent&shy;waldungs&shy;ge&shy;setz würde Pro&shy;dukte ver&shy;bieten, die mit der Zer&shy;stö&shy;rung von Wäl&shy;dern oder Men&shy;schen&shy;rechts&shy;ver&shy;letzungen ver&shy;bunden sind. Unter&shy;nehmen müs&shy;sen also Rechen&shy;schaft ab&shy;legen. Wir kön&shy;nen hof&shy;fen, dass der so&shy;ge&shy;nannte Brüs&shy;sel-Effekt ein&shy;tritt, sich die Ge&shy;setz&shy;ge&shy;bung der EU also auf das Ver&shy;hal&shy;ten ande&shy;rer Märkte aus&shy;wirkt. Es sind Schrit&shy;te in die rich&shy;tige Rich&shy;tung, aber wir müs&shy;sen sicher&shy;stel&shy;len, dass all das in einer Ge&shy;schwin&shy;dig&shy;keit er&shy;folgt, die an&shy;ge&shy;sichts der Dring&shy;lich&shy;keit der Krise er&shy;for&shy;der&shy;lich ist.<br />
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Wer kann hier Druck erzeugen?<br />
<br />
Muggah: Am wichtigsten sind die Menschen in den Regionen selbst. Wir hö&shy;ren im&shy;mer mehr in&shy;di&shy;ge&shy;ne Stim&shy;men, Wis&shy;sen&shy;schaft&shy;ler. Wir se&shy;hen Wirt&shy;schafts&shy;führer, die Koa&shy;li&shy;tio&shy;nen bil&shy;den und in nach&shy;hal&shy;tige Forst&shy;wirt&shy;schaft in&shy;ves&shy;tie&shy;ren. Selbst die Welt&shy;bank unter&shy;stützt eine Art Clus&shy;ter grü&shy;ner Fonds und ver&shy;sucht, natur&shy;freund&shy;li&shy;che In&shy;ves&shy;ti&shy;tio&shy;nen zu be&shy;schleu&shy;ni&shy;gen. Wir se&shy;hen, dass große Unter&shy;nehmen - auch wenn ich hier zu Vor&shy;sicht mahne - wie Black&shy;Rock oder JBS, der größte Fleisch&shy;pro&shy;du&shy;zent der Welt, be&shy;gin&shy;nen, in Wieder&shy;auf&shy;fors&shy;tung und CO2 Aus&shy;glei&shy;che zu in&shy;ves&shy;tie&shy;ren. Wir se&shy;hen lo&shy;ka&shy;le Poli&shy;ti&shy;ker, die Al&shy;li&shy;an&shy;zen schmie&shy;den. Und auch Re&shy;gie&shy;run&shy;gen, etwa in Ko&shy;lum&shy;bien unter dem Prä&shy;si&shy;den&shy;ten Gustavo Petro, spre&shy;chen sich stär&shy;ker für den Schutz des Ama&shy;zo&shy;nas aus. Wir brau&shy;chen aber kein perio&shy;di&shy;sches Fahnen&shy;schwin&shy;gen, wir brau&shy;chen einen ste&shy;ti&shy;gen Trom&shy;mel&shy;schlag.<br />
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Sie setzen viel Hoffnung auf eine grüne Wirtschaft. Wie können wir Green&shy;washing ver&shy;meiden?<br />
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Muggah: Es ist eine enorme Menge an Geld für In&shy;ves&shy;ti&shy;tio&shy;nen in die&shy;sem Be&shy;reich im Um&shy;lauf, der grüne An&shy;sturm auf Kohlen&shy;stoff und Bio&shy;di&shy;ver&shy;si&shy;täts&shy;gut&shy;schrif&shy;ten, also im We&shy;sent&shy;li&shy;chen der Er&shy;halt von Wäl&shy;dern ge&shy;gen Be&shy;zahlung. Und es gibt eine De&shy;bat&shy;te über die Rea&shy;li&shy;sier&shy;bar&shy;keit, die Ef&shy;fek&shy;ti&shy;vi&shy;tät da&shy;von. Da muss man auf&shy;pas&shy;sen. Aber wir hat&shy;ten lange eine Dicho&shy;tomie zwi&shy;schen Er&shy;hal&shy;tung und Ent&shy;wick&shy;lung in der Re&shy;gion. Es gibt Pu&shy;ris&shy;ten, die glau&shy;ben, dass Wäl&shy;der in&shy;takt blei&shy;ben müs&shy;sen, frei von Men&shy;schen und ihren Inter&shy;ven&shy;tio&shy;en. Und es gibt eine an&shy;dere Grup&shy;pe, die sagt: Wald muss auf dem Al&shy;tar der Ent&shy;wick&shy;lung ge&shy;opfert wer&shy;den. Die Ant&shy;wort liegt irgend&shy;wo in der Mit&shy;te. Wir müs&shy;sen eine Neu&shy;be&shy;wer&shy;tung vor&shy;nehmen und ver&shy;stehen, wel&shy;ches Po&shy;ten&shy;zial nach&shy;hal&shy;tige Wald&shy;wirt&shy;schaft hat. Eine Grup&shy;pe von Ex&shy;per&shy;ten spricht von "Ama&shy;zo&shy;nas 4.0". Eine Wald&shy;wirt&shy;schaft, in der man schnell wie&shy;der auf&shy;fors&shy;ten kann und gleich&shy;zei&shy;tig die außer&shy;ge&shy;wöhn&shy;liche Bio&shy;di&shy;ver&shy;si&shy;tät schätzt - von Nüs&shy;sen und Beeren über die Basis für Kos&shy;me&shy;ti&shy;ka, Bio&shy;techno&shy;lo&shy;gie und bis zu pharma&shy;zeu&shy;ti&shy;schen Pro&shy;duk&shy;ten. Auch hier be&shy;steht die Ge&shy;fahr des Green&shy;washings. Des&shy;halb ist es ja so wich&shy;tig, Rechen&shy;schafts&shy;pflicht und Trans&shy;pa&shy;renz in die&shy;sen Pro&shy;zess zu brin&shy;gen.<br />
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Nehmen wir an, Lula gewinnt die Wahl, der Ama&shy;zo&shy;nas wird mehr ge&shy;schützt, die Finanz&shy;märkte schwin&shy;gen um. Ist es wirk&shy;lich so ein&shy;fach, be&shy;reits ab&shy;ge&shy;holzte Ge&shy;biete auf&shy;zu&shy;fors&shy;ten und die Kom&shy;plexi&shy;tät der Bio&shy;di&shy;versi&shy;tät, die es da&shy;vor dort gab, wieder&shy;her&shy;zu&shy;stellen?<br />
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Muggah: Die einfache Antwort auf diese Frage ist, dass wir es ver&shy;su&shy;chen müs&shy;sen. Wir haben keine Alter&shy;na&shy;tive, wenn wir ein regio&shy;na&shy;les und glo&shy;ba&shy;les Kli&shy;ma haben wol&shy;len, in dem es sich zu leben lohnt. Laut der Wis&shy;sen&shy;schaft bleibt uns ein Jahr&shy;zehnt, um damit zu be&shy;gin&shy;nen, die Ent&shy;wal&shy;dung auf null zu brin&shy;gen. Oder wir wer&shy;den Rück&shy;kopplungs&shy;schlei&shy;fen se&shy;hen und kön&shy;nen uns vom Pari&shy;ser Klima&shy;ab&shy;kom&shy;men ver&shy;ab&shy;schie&shy;den.<br />
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So wie Sie das schildern, steht gerade alles auf dem Spiel.<br />
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Muggah: Es ist das Außergewöhnliche unserer Zeit: Zu 99 Pro&shy;zent der 300.000-jäh&shy;rigen Ge&shy;schich&shy;te als Homo sapiens hat&shy;ten wir keine Ahnung, was um uns herum pas&shy;sier&shy;te. Wir wis&shy;sen heu&shy;te nicht nur über die letz&shy;ten 300 Jahre Be&shy;scheid, son&shy;dern ha&shy;ben auch ein gu&shy;tes Ge&shy;spür für Lö&shy;sun&shy;gen, die die Zu&shy;kunft be&shy;tref&shy;fen. Gleich&shy;zei&shy;tig ha&shy;ben wir nur zehn bis 30 Jahre Zeit, um kri&shy;ti&shy;sche Pfade ein&shy;zu&shy;len&shy;ken. Es ist ein furcht&shy;er&shy;re&shy;gen&shy;der Mo&shy;ment, um am Le&shy;ben zu sein, aber auch ein wirk&shy;lich er&shy;staun&shy;licher. Die Ent&shy;schei&shy;dung über unser glo&shy;ba&shy;les Klima&shy;sys&shy;tem fällt hier im Ama&shy;zo&shy;nas.<br />
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Welche Rolle spielen indigene Völker in der Bewäl&shy;ti&shy;gung dieser Krisen?<br />
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Muggah: Allein in Brasilien leben mindestens 300 indi&shy;gene Ge&shy;mein&shy;schaf&shy;ten, hun&shy;derte wei&shy;tere in Peru, Ko&shy;lum&shy;bien und den an&shy;de&shy;ren Ama&shy;zonas&shy;län&shy;dern. Viele von ihnen setzen sich in&shy;ten&shy;siv für den Schutz der Wäl&shy;der ein. Aber sie ge&shy;hören auch zu den&shy;jeni&shy;gen, die am an&shy;fäl&shy;ligs&shy;ten für die Über&shy;grif&shy;fe der Agrar&shy;unter&shy;nehmen, Berg&shy;bau&shy;kon&shy;zerne oder Wild&shy;tier&shy;händ&shy;ler sind. Morde an Um&shy;welt&shy;schüt&shy;zern, Ein&shy;schüchte&shy;rungen, Be&shy;läs&shy;ti&shy;gungen sind sprung&shy;haft an&shy;ge&shy;stiegen.<br />
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Erst im Sommer wurden der Indigenen-Experte Bruno Pereira und der Guardian-Jour&shy;na&shy;list Dom Philipps er&shy;mordet.<br />
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Muggah: Dom Philipps war ein guter Freund von mir. Es gibt Dutzende wei&shy;tere Fälle. Bra&shy;si&shy;lien ist der&shy;zeit das viert&shy;ge&shy;fähr&shy;lichste Land der Welt für Um&shy;welt&shy;akti&shy;vis&shy;ten. Mein Insti&shy;tut ver&shy;sucht des&shy;halb auch, direkt mit in&shy;di&shy;ge&shy;nen Frauen&shy;netz&shy;wer&shy;ken zu&shy;sam&shy;men&shy;zu&shy;ar&shy;bei&shy;ten, ihnen zu hel&shy;fen, die Be&shy;dro&shy;hungen und Ri&shy;si&shy;ken zu do&shy;ku&shy;men&shy;tie&shy;ren, denen sie aus&shy;ge&shy;setzt sind.<br />
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Wie sieht es mit dem indigenen Wissen darüber aus, wie man diese Gebiete bewahrt, wieder aufforstet?<br />
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Muggah: Wir kennen nur etwa ein Prozent der Bio&shy;di&shy;ver&shy;si&shy;tät des Ama&shy;zo&shy;nas. Wenn Sie Zeit mit in&shy;di&shy;ge&shy;nen Ge&shy;mein&shy;schaf&shy;ten ver&shy;brin&shy;gen, mer&shy;ken Sie, wie viel sie über ihre Um&shy;welt wis&shy;sen. Wir sollten in&shy;di&shy;ge&shy;ne Ge&shy;mein&shy;schaf&shy;ten des&shy;halb nicht nur als Opfer, son&shy;dern auch als wich&shy;ti&shy;ge Agen&shy;ten in der Trans&shy;for&shy;ma&shy;tion des Ama&shy;zo&shy;nas se&shy;hen. Sie se&shy;hen ihre Um&shy;welt als inte&shy;grier&shy;tes Gan&shy;zes, ern&shy;ten nur das, was sie brau&shy;chen. Und es gibt das Ver&shy;ständ&shy;nis, an meh&shy;re&shy;re zu&shy;künf&shy;tige Gene&shy;ratio&shy;nen zu den&shy;ken. Die&shy;ses Be&shy;wusst&shy;sein wird auch glo&shy;bal im&shy;mer wich&shy;ti&shy;ger: Wir müs&shy;sen die Zu&shy;kunft des Pla&shy;ne&shy;ten nicht nur für un&shy;sere Kin&shy;der, son&shy;dern viele Gene&shy;ra&shy;tio&shy;nen da&shy;rü&shy;ber hi&shy;naus si&shy;chern.</p>

<p><em><a href="https://shop.falter.at/search/?reviewer=Katharina Kropshofer" target="_blank">Katharina Kropshofer</a></em> in Falter <em><a href="https://shop.falter.at/buecher/besprochene-buecher.html?falter=202239" target="_blank">39/2022</a></em> vom 30.09.2022 (S. 50)</p>
<br /><a href='https://www.az-neu.eu/atlas-der-zukunft'>Allé Wilfried</a>&nbsp;&nbsp;<a href='https://www.az-neu.eu/atlas-der-zukunft'>...</a>]]></description>
      <link>https://www.az-neu.eu/atlas-der-zukunft</link>
      <author>wilfried.alle@chello.at (Allé Wilfried)</author>
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      <pubDate>Sun, 02 Oct 2022 08:22:00 GMT</pubDate>
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